Für mehr Gender Equality mit Fairtrade

Dass uns vor allem die feministischen Themen auf der Seele brennen, ist kein Geheimnis. Umso mehr haben wir uns gefreut, als Fairtrade Deutschland ihr Jahresmotto ausgerufen hat: Gender Equality oder auch, in Deutsch mal wieder eher sperrig, Geschlechtergerechtigkeit. Wir fordern in der Modewelt nicht nur Gerechtigkeit und Fairness im Allgemeinen, sondern eben auch für alle Geschlechter im Besonderen. Die Zahlen sprechen für sich.

Es braucht mehr Gerechtigkeit für Textilarbeiter*innen

Seit 100 Jahren haben Frauen* in Deutschland nun das Recht, wählen zu gehen. Doch der Weg zur strukturellen Geschlechtergleichberechtigung ist damit noch lange nicht zu Ende gegangen. Weltweit werden Frauen* systematisch benachteiligt. Auch in der Modeindustrie. Der Großteil aller Textilarbeiter*innen sind Frauen*. Verschiedene Quellen sprechen hier von über 80 Prozent. Die meisten von ihnen haben weder Arbeitsverträge noch Krankenversicherungen, erleben physische und verbale Gewalt und können von ihrer Arbeit nicht leben. Auch der Übergang vom Mädchen zur Frau, das Einsetzen der Menstruation oder das Bekommen eines Kindes, sind in der Modeindustrie (und leider nicht nur dort) teilweise unüberwindbare Hürden, die Frauen* noch stärker benachteiligen. Sie erleben Dienstausfälle und dramatische Existenzängste. Auch dass Frauen ihre Neugeborenen, oder teilweise auch älteren Kinder, mit in die Fabriken nehmen, ist kein Einzelfall. 

Faire Mode macht hier einen Unterschied und steht für finanzielles, soziales und physisches Empowerment für die Menschen hinter unserer Kleidung. Deswegen steht für uns fest: Fair Fashion is a feminist issue

Fairtrade x Fashion Changers – Human-Shirt © Emilie Elizabeth

Fairtrade x Fashion Changers: Das „Human“-Shirt

Mit dem „Human“-T-Shirt schließen wir uns nun mit Fairtrade zusammen, um auf das Thema Geschlechtergerechtigkeit aufmerksam zu machen. Das Design von Modestudentin Shirin Araghi (AMD Düsseldorf) erinnert an das, was uns verbindet: Menschsein. Das Gesicht, das sich trotz ästhetischer Anmutung keinem Geschlecht wirklich zuordnen lässt, ist mit einer einzigen, unendlichen Linie gezeichnet und zeigt somit, dass Menschlichkeit, unabhängig von Geschlechterrollen, keine Grenzen, keinen Anfang und kein Ende kennen sollte, so Shirin.

Girl? Boy? Human!

Wir alle können einen Beitrag dazu leisten, dass Gender Equality nicht nur ein netter Trend bleibt, sondern ernsthaft umgesetzt wird. Denn Menschlichkeit geht uns alle an.

Fairtrade fördert mit der 2016 verabschiedeten Gender-Strategie die gezielte Stärkung von Frauen* und Männern* in der Textilproduktion über den Fairtrade-Standard hinaus. Dadurch werden Produzent*innennetzwerke und -organisationen sowie Unternehmen zum Thema Gleichstellung geschult und die Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Frauenförderung veranlasst.

Für uns als Fashion Changers geht der Spaß an der Mode mit der kritischen Auseinandersetzung der Industrie einher. So setzen wir uns online und offline für eine gerechtere und inklusive Modeindustrie ein und empowern andere, ihre Stimme wirksam zu nutzen. 

Das Unisex-Shirt ist ab sofort im Onlineshop von 3Freunde in den Größen XS bis XXXL erhältlich. Von jedem verkauften Shirt spenden wir von unserem Anteil 50 Cent an die Clean Clothes Campaign.

Jana trägt Größe L, Nina Größe S und Vreni Größe M. © Emilie Elizabeth

Das T-Shirt von 3Freunde ist aus zertifizierter Fairtrade-Biobaumwolle, gefärbt mit ausschließlich vom Global Organic Textile Standard (GOTS) freigegebenen Farben. Darüber hinaus werden im gesamten Produktionsprozess keine tierischen Hilfsstoffe verwendet.

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#pushfairtrade

#letschangethatfashiongame

*Mit der Verwendung des Gendersternchens schließen wir sprachlich alle Geschlechter (männlich, weiblich, nicht-binär) ein und weisen daraufhin, dass neben Cis-Geschlechtern, ebenso Trans- und Intergender inkludiert werden. 

Hinter den 2017 gegründeten FASHION CHANGERS stehen Vreni Jäckle, Nina Lorenzen und Jana Braumüller. Die Gründerinnen selbst kommen aus der Blogosphäre und bringen neben dem nötigen Know-How auch ein großes Netzwerk mit. Durch ihre eigene Arbeit in der Fair Fashion-Szene wissen sie, dass nachhaltige Mode den Sprung aus der Nische nur mit einer starken Community schaffen kann. #letschangethatfashiongame

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