Gewinnspiel: Fashion Changers Winterbox – Dear 2020, let’s relax!

Alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Deswegen präsentieren wir heute stolz: die Fashion Changers Winterbox!

Nachdem die ersten zwei Boxen so gut bei euch ankamen, dachten wir uns, wir legen 2020 noch ein drittes Mal nach. Denn, ganz ehrlich, wir können in diesem Jahr doch alle etwas Gutes gebrauchen.

Zusammen mit ganz großartigen Partnern haben wir zehn limitierte Winterboxen mit ausgesuchten nachhaltigen und fairen Produkten zusammengestellt. Für die Extraportion Ruhe und Erholung zum Jahresende, die wir uns alle mehr als verdient haben. Und vielleicht bescheren euch unsere Fotos aus „dem Homeoffice“ ja auch den ein oder anderen Lacher.

Das erwartet euch in der Fashion Changers Winterbox:

Feste Dusche und plastikfreies Deo von i+m Naturkosmetik Berlin

i+m Naturkosmetik verwöhnt uns im Winter mit plastikfreier Naturkosmetik.

Jana: „Um richtig easy ins Nachhaltigkeits-Game einzusteigen, ist der Switch auf ein plastikfreies, oder -freieres, Badezimmer auf jeden Fall eine super Sache. Zum einen weil gerade in diesem Bereich Produkte zügig aufgebraucht werden und man so die Möglichkeit hat, Neues auszuprobieren und zum anderen natürlich auch, weil es mittlerweile so viele tolle Produkte für ein nachhaltigeres Badezimmer gibt. Wie zum Beispiel die WE REDUCE!-Produkte von i+m Naturkosmetik Berlin. Das Unternehmen hat in diesem Jahr eine ganze Serie plastikfreier Produkte herausgebracht und arbeitet stetig daran, noch nachhaltiger zu werden.

Die Feste Dusche pflegt palmölfrei und mit wertvollen Fairtrade-Bio-Inhaltsstoffen wie Hanföl und Sheabutter. Gerade im Winter eine echte Wohltat unter der Dusche. Dank der enthaltenen Öle kommt es zu einer ausreichenden Rückfettung der Haut und es wird aktiv Feuchtigkeitsverlust vorgebeugt. Unsere Haut dankt es uns gerade jetzt!

Das Deo im kompostierbaren Tiegel kommt ganz ohne Aluminium und Alkohol aus und sorgt deswegen nicht nur für einen angenehmen Duft, sondern ist dabei auch noch sanft zu unserer Haut. Der besondere Clou: Auch bereits entstandener Körpergeruch kann durch die cleveren Inhaltsstoffe wieder neutralisiert werden. I like! Denn gerade dick eingepackte Radtouren zum Büro sind durchaus auch fürs Deo eine Herausforderung.“

In der Fashion Changers Winterbox findet ihr jeweils ein plastikfreies Deo und eine feste Dusche der WE REDUCE!-Serie von i+m Naturkosmetik.

30 Euro Gutschein für Activewear von INASKA

Nina: „Nur fürs Protokoll: Ich habe mich schon vor 2020 regelmäßig auf die Yogamatte gelegt. Und zwar nicht aus Lifestyle-Gründen, sondern weil ich aufgrund einiger körperlichen Beeinträchtigungen eine Zeit lang nur das machen konnte. Als ich dann das erste Mal in einem Berlin-Mitte-Studio praktiziert habe, wusste ich gar nicht, welche hippe und überteuerte Lulu-Lemon-Yogahose ich mir zuerst anschauen sollte. Da saß ich nun mit meinen zehn Jahre alten Sportklamotten und wäre am liebsten gleich in die Stellung des Kindes versunken. Beim Sport bin ich minimalistisch unterwegs und trage die alte Fast-Fashion-Sporthose bis sie nicht mehr passt – auch wenn es modisch irgendwann wehtut.

2020 war es dann soweit, die alte Hose hatte endgültig ausgedient und ich musste mich nach fairen und nachhaltigen Sportklamotten umschauen. Hand aufs (Yogi-)Herz: Das ist gar nicht so einfach. Vor allen Dingen, wenn man wie ich am liebsten multifunktioniale Sportbekleidung trägt. Entschieden habe ich mich jetzt für die High-Waist-Leggings und einem wendbaren Bikini-Oberteil (trage ich natürlich nicht nur beim Schwimmen, logisch!) von INASKA. Die Activewear von INASKA besteht aus 78% recyceltem Polyamid und zur Herstellung des Polyamid-Stoffes wird ECONYL® Garn verwendet. Die richtig gut untereinander kombinierbaren Kollektionsteile werden in einem Familienbetrieb in Portugal gefertigt. Lulu-who?“

Wenn ihr die Bade- und Sportmode von INASKA auch ausprobieren möchtet, gibt es exklusiv zehn Mal einen 30-Euro-Gutschein für euren Einkauf. Richtig cool: Für jede Bestellung – ob mit Gutschein oder ohne – spendet INASKA 20 Cent an die Organisation Surfrider EU zum Schutz der Weltmeere.

Zuerst geht’s mit Inaska auf die Matte und danach winken Teegenuss und Backexperimente mit Sonnentor.

Ätherische Glückgewürzmischung und Zimtzauber-Tee von Sonnentor

Jana: „Wer kennt’s? Kaum naht der 1. Dezember soll am liebsten bis Weihnachten durchgebacken werden. Ganz ehrlich, ich bin nicht die leidenschaftlichste Plätzchenbäckerin, habe aber in meiner Familie einige, die schwerst überzeugt sind von der weihnachtlichen Backstube. Aus diesem Grund bin ich mehr als dankbar jetzt die ätherischen Gewürzöle zum Backen von Sonnentor entdeckt zu haben. Die machen das Backen nämlich zum echten Erlebnis! Denn so wenig ich aufs Kekse ausstechen stehe, so gerne mag ich aber ätherische Öle. Ein großer Genuss also, diese mal in einem ganz anderen Setting als dem heimischen Diffuser zu erleben.

Je nach Sorte reichen ein bis vier Tropfen, um die leckersten Geschmacksnoten von Orange, Zitrone, Kekse oder Punsch ins Gebäck zu bringen. Ein weiterer Pluspunkt: Auch wenn die Bio-Zitrone fehlt, lässt sich durch das Gewürzöl ganz einfach der Geschmack in den Keksteig holen. Ganz ehrlich: Ich kann Plätzchen backen in diesem Jahr kaum erwarten!

Und als wäre das nicht schon schön genug, gibt es in der heimlichen Weihnachsstube noch einen leckeren Zimt Zauber Tee obendrauf. Bei Fashion Changers haben wir den Zimt Tee natürlich sofort probiert und sind überzeugt: Ein guter Tee, um durch den Winter zu kommen!“

Es erwarten euch drei ätherische Gewürzöle und eine Packung Zimt Zauber Tee von Sonnentor.

Gutschein für 1 Paar Socken von Sock up your Life

Sock up your Life macht Socken, die uns durch den Winter bringen.

Jana: „Die Spice Girls sangen: „Spice up your life“. Bei uns heißt es ab heute: „Sock up your life“. Wie das aussehen kann, zeigt das gleichnamige Label, das fair produzierte Socken made in Germany anbietet. Und wenn man eine Sache im Winter wirklich braucht, dann sind das wohl Socken, die einen gut durch die kalte Jahreszeit begleiten. Die farbenfrohen Exemplare sind zwar in der Materialzusammensetzung nicht 100 Prozent nachhaltig, dafür geht Sock up your Life aber sehr transparent und ehrlich mit dieser Tatsache um. Die Krux: Gründer Stefan sagt, eine wirklich 100-prozentige Baumwoll-Socke gibt es gar nicht, denn an Ferse und Zehen sind immer Kunstfasern mit eingestrickt, um die Socken haltbarer zu machen. Und das muss laut der deutschen Textilkennzeichnungsverordnung auch gar nicht mit angegeben werden. Wieder was gelernt! Dann lieber ehrlich und transparent, so wie Sock up your Life. Und na klar arbeitet das Label an noch besseren Alternativen. Solange es die aber noch nicht gibt, sind wir froh, warme Füße zu haben und die jetzt auch in den schönsten Farben erstrahlen lassen zu können.

Was das Label außerdem richtig gut macht: Die Wertschöpfungskette ist von vorne bis hinten transparent und fair gestaltet. Die Baumwollte kommt aus Griechenland. Die schöne Farbe erhalten die Zehenwärmer in Bayern und gestrickt wird in Baden-Württemberg. Die Socken sind vegan und werden plastikfrei verpackt. Die Energie stammt aus Solaranlagen. Und obendrein tut das Unternehmen etwas für eine neutralere Klimabilanz und forstet heimische Wälder auf. „

In der Winterbox gibt es einen Gutschein für ein Paar Socken von Sock up your Life.

Schwarzer Feminismus von Nastasha A. Kelly (Hg.)

Vreni: „SCHWARZER FEMINISMUS ist ein Buch, das mich nachhaltig verändert hat und weiterhin verändert. Es macht die Stimmen revolutionärer Schwarzer Feminist*innen auch in deutscher Sprache lesbar – dass das allein schon einen sehr großen Wert hat, muss man wohl nicht erklären, denn wir tun alle gut daran, von ihnen zu lernen. Natasha A. Kelly hat mit ihrem Team aus Übersetzer:innen einen Grundbaustein dafür gelegt. Die Ausrede, dass diese Texte nicht auf Deutsch verfügbar sind, gilt nun nicht mehr. SCHWARZER FEMINISMUS klärt über viele Themen auf: die Rolle der Schwarzen Frau in der versklavten Community, über Klassenunterschiede, über die Bedeutung von Schwarzen Frauen im Feminismus und über die Arroganz von weißen Frauen, eine Bewegung für sich zu vereinnahmen.“

Wir verlosen zehn Exemplare vom Unrast Verlag. Ein richtig toller unabhängiger Verlag übrigens, der aus der Idee entstanden ist, einen radikal politischen Buchverlag zu gründen und auch Autor:innen eine Stimme gibt, die im Mainstream-Literaturbetrieb nicht immer Gehör finden. Klickt euch unbedingt durch das lesenswerte Buchprogramm!

Mit der Fashion Changers Winterbox versorgen wir euch mit bestem Lesematerial für den Winter.

Sprache und Sein von Kübra Gumüsay

Jana: „Sprache schafft Realität. Das zeigt Kübra Gümüşay sehr eindrücklich in ihrem Werk SPRACHE UND SEIN. Ihre Gedanken, Erzählungen und ihr Know-How sind augenöffnend und haben meine Welt mit jedem Satz ein wenig vergrößert. Ihre Zeilen laden zu einem Perspektivwechsel ein, dem sich alle stellen sollten – vor allem, wenn du in der Mode- und Medienwelt arbeitest. Kübra schafft es dabei stets ohne Zeigefinger, dafür aber mit starken Bildern die Lesenden mitzunehmen. SPRACHE UND SEIN zeigt, wie stark die Sprache unser Denken beeinflusst, damit auch politisches Handeln und unser Handeln im Alltag. Wie stark wir geprägt sind, von dem, was verbalisiert wird und wie es zum Ausdruck gebracht wird. Ich denke, spätestens jetzt, 2020, ist es an der Zeit, dass wir uns dem stellen, wie Sprache unsere Gesellschaft prägt und verändert. Sprache ist dynamisch und sollte es auch immer sein – deswegen finde ich persönlich Debatten über Gendern und Political Correctness auch gähnend langweilig, zeigen sie doch nur, wie Konservative ihre Macht – auch mithilfe von Sprache – aufrechterhalten wollen. Kübras Buch ist ein Aufruf dem nicht klein beizugeben und es zeigt, wie sorgsam und bedacht ein solch großes Thema dargelegt werden kann. Ich habe es sehr geliebt!“

Wir verlosen zehn Exemplare vom Hanser Blau Verlag.

Loungewear-Set aus der 100% Nature-Serie von Calida

Nina: „Ich habe mir dieses Jahr genau drei Kleidungsstücke gekauft: eine Regenhose für die Tour-de-bei-Wind-und-Wetter-ins-Büro-radeln, eine Periodenunterhose für noch weniger Menstruationstasseneinsatz und einen Sport-BH für mein neues, heimliches Hobby. Fashion im Jahr 2020 at its finest! Was mir nun noch zu meinem „Nina-allein-zu-Hause“-Look fehlt ist die passende Loungewear. Denn peinlicherweise trage ich immer noch meine Nicci-Hosen aus der Zeit, als Paris Hilton mit ihren Juicy Couture-Hosen durch „The Simple Life“ stiefelte (wobei ich gehört habe, dass sie die Hosen immer noch trägt, was ich aus Nachhaltigkeitsgründen natürlich unterstütze). Nichtsdestotrotz hätte ich für die wenigen Momente, in denen bei mir überraschenderweise die Wohnungstür läutet, gerne einen vorzeigbaren Homeoffice-Lounge-Look.

Zum Glück weiß Calida, wie man fashionable zu Hause abhängt.Die Loungewear aus der 100% Nature-Serie ist aus Tencel® und Cradle to Cradle Certified™-zertifiziert. Das heißt, dass alle Materialbestandteile kompostierfähig sind und nach der Nutzungsdauer in ihre biologischen Kreisläufe zurückgeführt und immer wieder verwendet werden können. Zudem trägt die 100% Nature-Serie das OEKO-TEX®-Label MADE IN GREEN, das die gesamte textile Lieferketten auf Schadstoffe überprüft.“

Wir verlosen zusammen mit Calida zehn Loungewear-Sets. Ihr habt die Qual der Wahl und könnt zwischen dem 100% Nature-Set für Frauen* oder Männer* entscheiden.

Mit der Loungewear von Calida wird es in diesem Winter besonders kuschlig. Die wohltuende Body Butter von Weleda schenkt uns obendrein eine großzügige Portion Pflege.

Skin Body Butter im Glastiegel von Weleda

Vreni: „Hallo, Winterhaut, die niemand rief! Man kennt das: Heizungsluft, Kälte und in diesem Jahr auch vermehrtes Händewaschen – gerade jetzt gegen Ende des Jahres wird die Haut oft trocken. Ich merke das immer ganz besonders an den Händen und Ellenbogen, die ab Herbst einfach reichhaltigere Pflege brauchen. Sehr angenehm dafür ist die Weleda Skin Food Serie, die wir bei Fashion Changers schon öfter vorgestellt haben. Zum Winter kommt bei mir vor allem die Body Butter zum Einsatz, die ich auch gerne mal über Nacht auf den Händen oder an anderen trockenen Stellen mit einer dickeren Schicht einziehen lasse.

Die pflegende Naturkosmetik kommt jetzt noch nachhaltiger daher: Seit Kurzem gibt es die Body Butter nämlich auch im Glastiegel aus recyceltem Grünglas. Naturkosmetik nachhaltig zu verpacken ist nicht so trivial, da der Inhalt natürlich besonders gut geschützt sein soll – umso schöner, dass Weleda nun diese Variante der Verpackung umsetzen konnte. Die Änderung ist Teil des Vorhabens den Recyclinganteil der Verpackungen auf 65 Prozent bis 2022 zu erhöhen. Super, finden wir.“

In jeder Winterbox ist eine Weleda Skin Food Body Butter.

Stirnband von Lanius

Das Stirnband von Lanius ist ein treuer Begleiter für den Winter.

Vreni: „Mal ganz ehrlich: Ich mag diese Jahreszeit einfach nicht. Es ist zu kalt und vor allem zu dunkel. Wenn die Tage kürzer werden und die Anziehungskraft des Sofas noch höher ist als sonst, ist die Verlockung drinnen zu bleiben riesig (zumindest für mich). Damit die wenigen Stunden am Tag, in denen es hell ist, aber nicht einfach so am Fenster vorbei ziehen, mache ich mir das Rausgehen einfach so gemütlich wie möglich, mit dicker Jacke und großem Schal. Was ich dabei zu oft vergesse: auch um den Kopf herum wird es sehr kalt.

Eine stylische Variante um sich zusätzlich warm zu halten, ist das Stirnband von Lanius mit Mulesing-freier Wolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung, produziert in Bulgarien. Was uns – abgesehen von der wirklich guten Passform der Styles – richtig gut gefällt, ist, dass Lanius den Status Quo der Fashion-Branche regelmäßig hinterfragt. Zuletzt mit der aus der Corona-Pandemie hervorgegangen #FairFashionSolidarity-Allianz, einem Zusammenschluss von Labels und Handel, um Modezyklen nachhaltiger zu denken und zu planen.“

Wir verlosen zusammen mit dem Kölner Label zehn Exemplare des Stirnbands.

Vitamin C Serum von Junglück

Nina: „Na, wer von euch hat auch hier und da etwas Maskne, also Hautunreinheiten vom Maskentragen? Meine Haut braucht durch den Mund-Nasen-Schutz auf jeden Fall etwas mehr Aufmerksamkeit als sonst. Deswegen trage ich kaum noch Make-up (abgesehen davon, dass die rote Lippe ja sowieso niemand sehen würde) und halte nach Vitamin C Ausschau. Das ist ja bekanntlich nicht nur gut fürs Immunsystem, sondern wirkt auch entzündungshemmend bei gestresster Haut. Bei mir klappt das tatsächlich total gut: Mit Hilfe von ein paar Tropfen Ölen oder Seren, klingen Unreinheiten schneller ab und die Rötungen werden weniger.

Neu in meinem Erste-Hilfe-Kosmetiktäschchen ist das Vitamin C-Serum von Junglück. Das gebe ich morgens und abends auf die betroffenen Stellen. Danach trage ich meine Tagescreme auf (und gegebenenfalls Sonnenschutz). Die richtige Dosierung ist natürlich vom individuellen Hauttyp abhängig, weshalb ich ein langsames Herantasten empfehle.

Ich achte darauf, dass ich Naturkosmetik verwende, die auf Duft- und Farbstoffe und austrocknende Alkohole verzichtet. Das sorgt einfach für eine bessere Hautverträglichkeit. Junglück macht genau das und hält die Zutatenlisten übersichtlich und klar verständlich. Außerdem ist das Sortiment vegan, weitestgehend Bio-zertifiziert und die Hauptzutat in allen Junglück-Produkten, das Aloe Vera Gel, wurde von ÖKO-TEST für „Sehr gut“ befunden (September 2020). Ein weiterer Pluspunkt ist das Glas-Recycling-Programm: Für zehn leere Glasflaschen gibt es einen Gutschein und Junglück kann die Flaschen beliebig oft aufs Neue befüllen. Cheers!“

In der Box erwartet euch jeweils ein Vitamin C-Serum von Junglück.

Im Winter besonders wichtig: ausreichend Vitamin C – auch für die Haut, wie von Junglück vorgemacht und, na klar, kuscheln! Zum Beispiel mit dem super weichen Handtuch von Kushel.

Badehandtuch von Kushel

Vreni: „Einen Raum, den ich dieses Jahr nochmal ganz neu kennengelernt habe: mein Bad, wirklich wahr. Es ist sehr klein und eigentlich bin ich meist nur kurz dort. Irgendwann dann aber dachte ich: Wenn ich nicht in die Sauna oder Ähnliches gehen kann, muss das kleine Bad eben zum echten Erholungsort werden. Also starte ich in unregelmäßigen Abständen eine kleine Spa-Aktion: mit Kerzen, Lieblingsdüften und gerne auch einem guten Getränk – eben so als wäre dieser Raum viel mehr als nur das immer gleiche, olle Bad. Dabei hilfreich ist auf jeden Fall ein kuscheliges, großes Handtuch in Saunagröße von Kushel. Das ist dank der Materialzusammensetzung von Biobaumwolle und Tencel besonders weich, nimmt Feuchtigkeit besonders schnell auf und ist so groß, dass man sich richtig einwickeln kann – für ein echtes Spa-Gefühl eben.

Kushel ist die erste klima- und ressourcenpositive Textilmarke der Welt. Wie das geht? Für die Produktion wird nicht nur CO2-Kompensation geleistet, es werden auch pro Handtuch zwei Bäume gepflanzt. Inzwischen wurden schon über 170.000 Bäume gepflanzt. Mehr über die Mission von Kushel erfahrt ihr hier.“

Auch für euch wird’s kuschelig: Wir verlosen zehn große Badehandtücher.

ShaktiMat

Erst pikst es, dann entspannt es: die Shakti-Matte.

Nina: „The pressure is real. Während ich diese Sätze schreibe, sitzen mir einige Spitzen im Nacken. Dank meiner Freundin und Kollegin Ulrike von Fuck Lucky Go Happy, habe ich mich endlich auf die sagenumwobene Shakti-Matte gelegt. Und was soll ich sagen? Es tut weh. Und so gut! Jeden Abend lege ich mich wagemutig auf die 6210 Kunststoffspitzen – mal mit weniger, mal mit mehr Kleidung, je nachdem, wie das Mutbarometer so schwankt. Nach den ersten laaangen fünf Minuten, in denen ich mich innerlich ständig daran erinnern muss, dass der Druck gleich nachlässt, ist es dann einfach nur himmlisch. Okay, immer noch piksig, aber himmlisch. 20 Minuten Shakti-Matten-Praxis und einen roten Rücken später, schlafe ich umhüllt von einer wohligen Wärme ein.

Was das Ganze soll? Die ShaktiMat funktioniert wie eine Akupressur, eine Methode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, die durch gezielten Druck die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und so Blockaden lösen soll. Durch die Kunststoffspitzen wird die Durchblutung angeregt, das Fasziengewebe wird gelockert und die Muskeln entspannen sich. Besonders nach einem langen Tag am Schreibtisch mit wenig Bewegung, aber hohem Stresslevel, hilft mir die ShaktiMat abends loszulassen.
Mein Tipp: Beim ersten Versuch die Matte am besten auf eine weiche Unterlage, wie zum Beispiel euer Bett legen, und noch das ein oder andere Kleidungsstück anlassen – so könnt ihr euch langsam an die zuerst ungewöhnliche Akupressur-Session herantasten. Und: Gib der Akupressur etwas Zeit, ihre Wirkung zu entfalten.

Die Matte ist übrigens nicht nur für den Rücken geeignet: Ich stehe auch gerne mal zwischendurch mit meinen Füßen auf der Matte. Danach kann ich mich viel besser konzentrieren. Ein kleiner Disclaimer: Was für mich funktioniert, muss nicht für dich funktionieren. Lies dir für die möglichen Anwendungsbereiche am besten das Shakti-Blog durch, schau dir die Video-Tutorials an und/oder berate dich bei individuellen Fragen zu körperlichen Beschwerden mit deinen behandelnden Therapeut*innen oder Ärzt*innen.

Produziert werden die ShakiMats in der Gratitude Factory in Varanasi in Indien, in der ausschließlich Frauen unter fairen und sicheren Bedingungen arbeiten. So haben sie etwa Zugang zu einer kostenfreien Krankenversicherung für sich und ihre Familien, bekommen bezahlte Krankheits- und Urlaubstage und können in einem geschützten Arbeitsumfeld finanziell unabhängig werden.

Damit ihr bald mit eurer ShaktiMat-Praxis anfangen könnt, verlosen wir zehn Mal die ShaktiMat „Original“ mit 6210 Spitzen.

Gewinnspielregeln

Wie du eine von zehn limitierten Fashion Changers Winterboxen gewinnen kannst?

Ganz einfach: Schreib uns bis zum 10.12.2020, wie du 2020 die Stirn bietest und Entspannung einziehen lässt. Teilnehmen kannst du direkt und ausschließlich hier über die Kommentarfunktion. Das Gewinnspiel läuft bis zum 10.12.2020. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnehmen können nur Menschen mit Postadresse in Deutschland.

Der*die Gewinner:innen werden im Anschluss ausgelost und per E-Mail von uns benachrichtigt. Gib also unbedingt eine korrekte E-Mail-Adresse an.

Da wir die Kommentare freischalten, kann es manchmal etwas dauern, bis euer Kommentar unten auftaucht.

Viel Glück und einen schöne Winterzeit!

Die prall gefüllte Fashion Changers Winterbox kannst du ganz einfach mit einem Kommentar in der Kommentarfunktion gewinnen.

Hurra! Gewinne die Fashion Changers Sommer Box

Wow, 2020, was für eine Achterbahnfahrt! Nicht nur gesellschaftspolitisch im Großen, sondern für viele von uns auch ganz persönlich. Während weltweit einiges in Bewegung ist, wurde irgendwann auch klar: Dieser Sommer wird so ganz anders als andere Sommer. Keine Urlaube auf südlichen Inseln, keine langen Bahnreisen durch Europa und auch keine Festivals, große Sommercamps oder riesige Familienfeiern.

Doch die gute Nachricht ist: Der Sommer fällt deswegen keineswegs aus. Wir haben uns für euch eine schöne Sommer-Überraschung überlegt, weil wir alle nach der letzten Zeit gelungene Abwechslungen gebrauchen können. Wir wollen euch den Sommer versüßen und präsentieren euch:

DIE FASHION CHANGERS SOMMER BOX

Zusammen mit ganz wundervollen Partnern haben wir euch eine einzigartige Box zusammengestellt, die euch jetzt den Sommer nach Hause bringt. Einer feinen Staycation mit vielen tollen, nachhaltigen und fairen Produkten steht also nichts mehr im Weg.

Unsere Staycation-Sommer-Highlights

Janas Sommer-Highlight

„Ihr kennt das bestimmt, jedes Jahr sagt man sich aufs Neue, dass man in diesem Sommer auf jeden Fall alle Seen der Umgebung erkunden möchte und gaaaanz viel Zeit draußen verbringt. Um ehrlich zu sein, hat das bei mir in den letzten Jahren oft eher so semi funktioniert. Entweder war ich zu viel am Arbeiten oder ich bin dann doch in der Stadt versackt. Doch, believe it or not, dieses Jahr ist wirklich alles anders!

Ich vermute, es ist ein wenig der Corona-Zeit geschuldet, aber ich habe jedes Wochenende das starke Bedürfnis richtig rauszukommen und vor allem wirklich aktiv zu sein: Egal, ob Seewanderung, schwimmen oder neuerdings auch lange Radtouren rund um Berlin – es scheint, als habe mein Körper das große Bedürfnis sich zu bewegen, Sonne zu tanken und in der Natur zu sein. Deswegen sind meine Sommer-Highlights in diesem Jahr schon jetzt all die kleinen Get-Aways, die ich mir bisher geschaffen habe: im Sommerregen am See picknicken, nachts ins Schlaf-Fass krabbeln oder die Oberschenkel beim Durchqueren all der wunderschönen Naturparks um Berlin brennen lassen. Dabei tankt man auch genug Kraft, um  dann wieder mit vollem Tatendrang zur nächsten Demo zu gehen oder unter der Woche die Fashion Changers Konferenz vorzubereiten.“

Vrenis Sommer-Highlight

„Es gibt natürlich viel Wichtigeres und trotzdem: diesen Sommer fehlen mir die Clubs, Open Airs, Festivals und generelles nächtelanges Tanzen sehr. Nicht nur, weil eine gute Tanznacht nicht zu verachten ist, sondern auch für die Balance im Leben. Sich in Räumen aufzuhalten, in denen man nicht bewertet wird, es nicht um Produktivität geht und man sich über Musik verbindet, ist einfach ziemlich schön. Bis es sich wieder in einem Club tanzen lässt (wenn ich an 2019 denke, werde ich fast nostalgisch), dauert es vermutlich noch längere Zeit. Und genau deswegen bin ich diesen Sommer eine Freundin der Alternativen. Mein Highlight bisher: mit ein paar Freund*innen auf dem Land zusammenkommen, einige machen Essen, andere legen Musik auf, alle tanzen. Fühlte sich fast wie ein Festival an, nur natürlich in Mini-Form und draußen mit Abstand.

Was mich diesen Sommer außerdem ziemlich glücklich macht (und gleichzeitig auch endlos ins Schwitzen bringt), ist endlich mehr mit dem Rad in Berlin unterwegs zu sein. Seit ich in Berlin lebe, habe ich immer davon geredet, dass ich öfter Fahrrad fahren sollte. Jetzt mache ich es endlich – zumindest etwas öfter als vorher – und bewege mich dadurch ganz neu durch die Stadt.“

Ninas Sommer-Highlight

„Als im März mein Yogastudio schließen musste, wusste ich nicht so richtig, wohin mit mir und meiner Yogamatte. Entspannen konnte ich im zum Home Office umgewandelten Wohnzimmer nicht und das Überangebot an Online-Yoga-Kursen hat mich so überfordert, dass ich nichts davon wahrgenommen habe. Beim Kleider aussortieren (yup, auch ich habe während des Lockdowns versucht, meine Wohnung aufzuräumen) sind mir dann meine Laufschuhe wieder in die Hände gefallen, die ich mir 2012, als ich für kurze Zeit in New York lebte, gekauft hatte.

Damals wollte ich mich unbedingt den Läufer*innen am Hudson River anschließen, nur um nach zwei Versuchen die Laufschuhe resigniert in die Ecke zu stellen. Acht Jahre später beschloss ich nun mitten im Lockdown, die Schuhe in den Park um die Ecke auszuführen und mal wieder den Kopf richtig durchzulüften und das Herz durchzupumpen. Und es tat richtig gut… und auch etwas weh. Inzwischen hat mein Yogastudio zwar wieder geöffnet, aber ich jogge trotzdem weiter durch den Sommer. Denn während ich laufe, ist mein Gehirn im Leerlauf – und das ist genau das, was ich ab und zu brauche, während sich die Weltnachrichten überschlagen.“

Das steckt in der Fashion Changers Sommer Box

Für eure perfekte Staycation oder euren nächsten Sommertrip haben wir euch sieben Produkte zusammengestellt, die wir selbst alle von Herzen empfehlen können und von denen wir hoffen, dass sie euch große Freude bereiten werden.

Espresso Ecológico von Café IntenciÓn

Egal ob im Büro oder beim Füße hochlegen am Wochenende: Für uns gehört ein guter Kaffee, sehr gerne auch mal als Eiskaffee getarnt, zu einer perfekten Pause dazu. Dabei ist es uns gerade hier besonders wichtig, dass der Kaffee in Bio-Qualität ist und die Menschen hinter dem Produkt fair bezahlt werden. Genau auf diese Prinzipien legt der Fairtrade-Pionier Café Intención besonderen Wert. Bereits 1993 brachte J.J. Darboven den ersten fair gehandelten Kaffee für alle in die deutschen Supermärkte – damals noch unter dem Namen TransFair Kaffee. Seitdem sind viele Jahre vergangen und im Jahr 2004 entstand aus TransFair Kaffee die Marke Café Intención.

Die Bohnen für den Fairtrade-Kaffee kommen aus Honduras und Peru und werden dort von Kooperativen aus Kleinbauern und Bäuerinnen angebaut und handverlesen. Dabei wird auf faire Arbeitsbedingungen genauso wertgelegt wie auf einen biologischen Anbau. Die Kaffeepflanzen kommen ohne Pestizide, dafür aber mit Bio-Dünger aus. Wusstest du, dass Kaffeebohnen als kleine, rote Kirschen geerntet werden? Das geschieht nach circa sechs bis neun Monaten. Erst wenn die Bohnen vom Fruchtfleisch getrennt und getrocknet sind, erkennt man langsam die Kaffeebohne, so wie wir sie kennen. Ein spannender und intensiver Prozess, dem viel Wertschätzung zuteil werden sollte.

Die Marke Café Intención ist absoluter Vorreiter in Sachen Fairtrade-Kaffee in Deutschland und zeichnet sich durch genau diese Wertschätzung den Produzenten gegenüber aus. Dass gerade bei diesem Produkt Fairness wichtig ist, ist für uns als Kaffeeliebhaberinnen glasklar und wir freuen uns sehr, euch in der Fashion Changers Sommer Box mit diesem tollen Fairtrade-Bio-Kaffee Café Intención Espresso ecológico eine Freude zu machen.

Swimwear von MyMarini

Für all die Ausflüge ins kühle Nass, braucht es natürlich auch die passende Garderobe. Zugegeben, die Suche nach einem gut sitzenden Badeanzug ist nicht immer pure Freude, weshalb wir euch bei der Suche gerne unterstützen. Vreni hat sich vor einem Jahr einen Badeanzug von MyMarini zugelegt und ist super happy mit der Passform. Durch die doppelte Verarbeitung des Stoffs performt die Swimwear von MyMarini nämlich sowohl im Wasser als auch am Strand: Hier verrutscht garantiert nichts und der Stoff leiert auch nicht aus. Das verwendete Material Econyl® bezieht MyMarini aus Italien, Garne und Hangtags aus Deutschland und genäht werden die Stücke in Kroatien.

Was wir besonders mögen: Fast alle Ein- und Zweiteiler bei MyMarini sind wendbar, sodass man die Farben variieren kann – Nina liebt die orange-pinke Kombi, die aber auch gegen einen zarteren Fliederton eingetauscht werden kann. Und wer bei den Bikinis Farbe und Form mixen möchte, kann zwischen den verschiedenen Unter- und Oberteilen wählen. Für die Fashion Changers Sommer Box gibt es exklusiv Gutscheine à 50 Euro zu gewinnen, die neben Swimwear auch für die Loungewear-Produkte oder Accessoires von MyMarini eingelöst werden können.

Sonnenbrille von Neubau Eyewear

Kein Sommer ohne gute Sonnenbrille! Die soll natürlich nicht nur vor der Sonne schützen, sondern auch gut aussehen und nachhaltig produziert sein. Unser neuer Favorit in Brillen-Angelegenheiten ist Neubau Eyewear, die in der Fashion Changers Sommer Box mit einem großzügigen 30-Prozent-Gutschein vertreten sind. Das lohnt sich bei den hochwertigen (Sonnen-)Brillen richtig: Bei einer Sonnenbrille aus der neuen Côte du Soleil-Kollektion spart man damit fast 100 Euro! Wir haben verschiedene Modelle des österreichischen Brillen-Labels bereits auf Herz und Nieren getestet und sind so begeistert, dass Nina und Vreni nun auch optische Brillen von Neubau tragen.

Und was macht die (Sonnen-)Brillen von Neubau Eyewear so nachhaltig? Das Label designt, entwickelt und produziert alle Brillen in Österreich und setzt dabei schon lange so nachhaltige Materialien wie möglich ein, wie zum Beispiel ein Polymer, das auf Rizinusöl basiert. Die neue Kollektion ist sogar noch nachhaltiger: Durch 3D-Druck (keine Materialien werden verschwendet!) mit 100 Prozent biobasiertem Material ist der Marke eine echte Innovation gelungen. Und auch darüber hinaus – beim Brillenetui, Putztuch und Marketingmaterialien – wird auf umweltschonende und recycelte Materialien geachtet.

Nina trägt auf den Fotos das Modell Dani in der Farbe morning coffee matte (wie passend!) – ein echter Klassiker, der gut zu allem passt und sich immer kombinieren lässt.

Matcha von Sunday Natural

Wir sind nicht nur Kaffee-, sondern auch große Matcha-Fans. Jawohl! Wir haben alle mehr oder weniger starke Matcha-Phasen. Allen voran Vreni, die bis letztes Jahr sowohl heiß als auch kalt immer nur Matcha wählte. Wir lieben das grüne Pulver einfach! Vor allem mit leckerem Milchschaum oder als kalte Limonadenvariante. Yum! Deswegen freuen wir uns umso mehr, dass wir euch in der Fashion Changers Sommer Box dieses hochwertige Produkt mitgeben können: feinster Matcha von Sunday Natural.

Sunday Natural achtet bei der Auswahl ihrer Produkte auf höchste Qualität. So auch bei dem Bio-Matcha, der in dieser Box enthalten ist. Der Tee ist Bio-zertifiziert und kommt aus der Uji-Region in Japan – eine der Top-Regionen für besten Matcha. Für den Sommer lässt sich daraus ein himmlischer Iced-Matcha zaubern oder auch leckerer Matcha-Eistee. Sundays Mission qualitativ hochwertige Top-Produkte aus der ganzen Welt verfügbar zu machen, gelingt bei ihrem Matcha-Sortiment auf jeden Fall hervorragend. Außerdem ist die Brand auf wirksame Helfer aus der Natur spezialisiert: Superfoods, Tees und Nährstoffe. In all diesen Bereichen bietet sie ein breites und qualitativ herausragendes Sortiment an.

Das Schöne: Auf der Webseite kann man beim Kauf genau erkennen, woher der Tee kommt, wann er geerntet wurde, wie und wo er gemahlen wurde, wie die Beschattung (ja, die Pflanzen brauchen Schatten!) ausgesehen hat und sogar, was die aktuellen Labortests bezüglich Radioaktivität und Pestizide sagen. Transparenz wird hier also groß geschrieben. We like!

Sonnenpflege von i+m Naturkosmetik Berlin

Von i+m Naturkosmetik sind wir ja schon sehr lange Fans. Genauso wie von ihrer tollen mineralischen Sonnencreme, die wir euch neulich schon sehr ausführlich vorgestellt haben und die jetzt natürlich perfekt in unsere Sommer Box passt. Egal ob ihr dieses Jahr noch einen Urlaub an der Ostsee geplant habt oder die Beine zu Hause ins Planschbecken haltet, Sonnencreme braucht man überall. Und nach einem ausgiebigen Tag in der Sonne tut es mehr als gut, sich mit dem beruhigenden After Sun Gel einzucremen. Das gibt’s noch obendrein dazu!

Die Sonnencreme von i+m ist eine mineralische Sonnencreme. Für alle, die noch nicht wissen, was das Besondere daran ist, hier die wichtigsten Facts: Die meisten herkömmlichen Sonnencremes basieren auf chemischen Sonnenschutzfiltern, die in unsere Haut eindringen. Dort wandeln sie UV-Strahlen in Wärme um, sie stehen aber auch im Verdacht negative Auswirkungen auf unseren Körper zu haben. Außerdem gelangen beim Baden schädliche Stoffe ins Wasser und können so unsere Umwelt zerstören.

Mineralische Sonnencreme hingegen zieht nicht in unsere Haut ein, sondern bildet eine Art Schutzfilm auf der Haut, der das Sonnenlicht reflektiert und so unsere Haut und Umwelt bestens schützt. Wir sind auf jeden Fall begeistert von der i+m Sonnenpflege, die sowohl während des Sonnenbads als auch danach unsere Haut bestens versorgt. In jeder Fashion Changers Sommer Box findet ihr eine Sonnencreme sowie ein After Sun Gel, das sich super verteilen lässt und schnell in die Haut einzieht.

T-Shirt von Greenpeace Magazin Warenhaus

Um sich beim Sonnenbad nicht die Schultern zu verbrennen, ist ein schlichtes T-Shirt aus Bio-Baumwolle ganz schön praktisch. In unserer Sommer Box gibt es deswegen eines aus feinstem Jersey vom Greenpeace Magazin Warenhaus. Greenpeace ist den meisten bestimmt schon als Organisation für Umweltschutz bekannt. Mit dem Greenpeace Magazin Warenhaus hat die NGO aber auch seit rund 20 Jahren einen eigenen Online-Shop. Alle Produkte, die dort verkauft werden – also auch das Shirt in der Fashion Changers Sommer Box – sind nachhaltig und fair hergestellt. Dies wird durch einen strengen Kriterienkatalog von Greenpeace sichergestellt.

Angefangen beim Rohstoff bis hin zur Verpackung wird die gesamte Wertschöpfungskette überprüft und jedes Produkt nach sozialen und umweltfreundlichen Kriterien bewertet. Die Textilien im Warenhaus sind die bislang einzigen weltweit, die den strengen Richtlinien der Detox-Kampagne von Greenpeace entsprechen. Acht Jahre nach Beginn der Greenpeace Detox-Kampagne zur Entgiftung der Textilindustrie hat der erste Industriebetrieb weltweit die hohen Greenpeace-Forderungen vollständig umgesetzt und seine gesamte Produktion effektiv entgiftet. Zusammen mit Pionieren aus der nachhaltigen Mode hat Greenpeace damit eine hundertprozentig nachhaltige, transparente und giftfreie Produktionskette geschaffen, die die Kund*innen komplett rückverfolgen können. In jedem Kleidungsstück findet sich ein individueller Code, mit dessen Hilfe man alle Stationen der Wertschöpfungskette einsehen kann, die das Textil durchlaufen hat, und die Menschen kennen lernen, die es gefertigt haben. Das gefällt uns so gut, dass wir uns kurz auf unserem Stuhl zurücklehnen und den Sommer genießen.

In der Fashion Changers Sommer Box befindet sich je ein T-Shirt in schönstem Khaki-Grün, das unisex getragen werden kann und von S – XL für euch bereitliegt. Im Greenpeace Magazin Warenhaus selbst gibt es die Shirts sogar bis 3XL!

Feel Good Shower von Weleda

Nach einem ausgiebigen Tag in der Sonne freuen wir uns auf eine entspannte Dusche am Abend, die wir dank Weleda so richtig genießen können. Das Schweizer Unternehmen steht für zertifizierte Naturkosmetik von höchster Qualität und konsequente Nachhaltigkeit. Im Sommer beglückt uns der Naturkosmetik-Pionier mit einer Limited Editions ihrer Duschgels. Die Feel Good Shower sorgt dabei für richtig gute Laune. Perfekt also für unsere Fashion Changers Box, mit der wir die sommerliche Staycation ausgiebig feiern wollen.

Die diesjährige Limited Edition von Weleda kommt mit einer Extraportion Ingwer daher, was Nina direkt in den siebten Himmel befördert. Sie liebt Ingwer in allen Varianten und genießt statt Tee jetzt einfach eine erfrischende Dusche. Würziges Ingwer und frisches Citronella beleben die Sinne. Die Haut wird dank der pflanzlichen Rohstoffe sanft gereinigt und mithilfe von Bio-Sesamöl gleichzeitig mit Feuchtigkeit versorgt. Gerade nach einem ausgiebigen Sommerbad und eingecremter Haut ein absolutes Muss.

100 Jahre Erfahrung in Sachen Naturkosmetik machen sich auch in diesem Produkt wieder bemerkbar und wir freuen uns sehr, euch dieses kleine Sommer-Highlight in jeder Box mitzugeben.

Gewinnspielregeln

Wir wären nicht wir, wenn wir nur eine Box davon im Angebot hätten. Nein, wir verlosen ganze 10(!) dieser limitierten Fashion Changers Boxen. Jetzt fragst du dich sicher: Wie kann ich nur diese tolle Sommer Box gewinnen?

Ganz einfach: Schreibe uns bis zum 30.07.2020, was in diesem Jahr dein persönliches Sommer-Highlight war oder sein wird. Teilnehmen kannst du direkt hier über die Kommentarfunktion, als Kommentar beim IGTV-Video oder unter unserem Facebook-Post. Das Gewinnspiel läuft bis zum 30.07.2020. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnehmen können nur Menschen mit Postadresse in Deutschland.

Der*die Gewinner*in wird im Anschluss ausgelost und per E-Mail oder Direktnachricht benachrichtigt.

Viel Glück und einen wunderschönen Sommer für euch!

Modeaktivismus und Corona: Wie wir unsere Wut nutzen können, um weiterzumachen

Frage: „Bitte stell dich und deine Arbeit vor.“ – Antwort: „Ich bin Nina. …“

Zwei Tage lang war das der einzige Satz, den ich in das Dokument für ein Interview tippen konnte. Die Nachrichten überschlugen sich und ich kam aus dem Scrollen gar nicht mehr raus. Und dann waren da noch diese zusammengesetzten Substantive, die in den nächsten Wochen Teil meines Vokabulars werden sollten, wie „Kontaktsperre“  oder „Abstandsregeln“. In Zeiten, in denen alles, was man dachte zu wissen, auf einmal ungewiss ist, kann es schonmal sein, dass man nur noch den eigenen Namen weiß. Und überhaupt: Interessiert sich da draußen noch jemand für meine Arbeit?

Das Leben hat manchmal andere Pläne

Zum 18. Geburtstag bekam ich einen Bilderrahmen geschenkt – um das Foto herum stand in Schnörkelschrift „Life is what happens to you when you’re busy making other plans“ geschrieben, diese berühmte Songzeile von John Lennon. Immer wenn seitdem irgendwas Unvorhergesehenes passiert, muss ich an diesen Spruch zurückdenken. Als es vor ein paar Wochen hieß, wir sollten jetzt alle lieber zu Hause bleiben, war ich auf jeden Fall schön busy am Planen und hatte überhaupt keinen Bock, mich dem Leben zu beugen. Damn you, John Lennon! Und ehe man sich versieht, muss man am Veröffentlichungstag des ersten eigenen Buchs die Buchpremiere absagen. Das passte mir gar nicht, hatte ich doch schließlich andere Pläne! Wenig später poppte die „Veranstaltung abgesagt“-Notification auf meinem Handybildschirm auf und die Lesungsplakate wurden wieder abgehängt. Am nächsten Tag räumte ich die Regalfächer im Büro aus und nahm alles mit, was ich in den nächsten Wochen im Home Office brauchen würde. Unsere Demoschilder lehnen seitdem an der Bürowand.

 
 
 
 
 
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Die Tage danach suhlte ich mich in Selbstmitleid und fand das eigentlich schwer in Ordnung. Bis die ersten Dankbarkeitsmantras in meinem Insta-Feed auftauchten: Sei dankbar, dass du gesund bist! Sei dankbar, dass du ein Dach überm Kopf hast! Sei dies, sei das, Ananas! Was mehr oder weniger bedeutet: Sei so, aber nicht so! Fürs Protokoll: Ich bin (meistens) dankbar für all diese Dinge, aber meine Privilegien ändern trotzdem nichts daran, dass auf einmal niemand mehr über den Klimawandel sprechen wollte und ein scheinbar zum Greifen nahes Lieferkettengesetz fast unbemerkt vom Tisch gefegt wurde. Okay, und wir unsere Buchpremiere absagen musste. 

Modeaktivismus – Who cares?

Diese Krise stellt alles in Frage. Und alles abseits von Corona-News hat sich brav hinten anzustellen. Klar: Wir befinden uns inmitten einer Pandemie. Niemand weiß, wie das geht, und wir wollen hier alle nur durchkommen. Die einen fangen dann an zu rennen, die anderen zu flennen (das mit dem Reimen gebe ich nach diesem Satz wieder auf). Interessanterweise hat mein Selbstmitleid seinen Platz nach ein paar Tagen mit einem anderen Gefühl getauscht: Frust. Es geht jetzt nicht mehr um die eigene gekränkte Eitelkeit, sondern um die Themen, für die man sich jahrelang stark gemacht hat. Who cares? Ähm, I do…!

Die Pandemie legt genau die Probleme in der Modeindustrie offen, die schon immer da waren: Die reichsten Unternehmen der Welt stornieren Aufträge im Wert von mehreren Milliarden Dollar im Globalen Süden, stellen Mietzahlungen für ihre Geschäfte ein und beantragen im selben Atemzug Kredite in schwindelerregender Höhe. Aber klar, we are all in this together. Nur die Solidarität hat dann auch mal – im wahrsten Sinne des Wortes – ihre Grenzen. Genau diese Doppelmoral ist es, die mich richtig frustriert und wütend macht. (Oh nein, jetzt ist sie auch noch wütend…) Zum Glück beflügelt Wut meine aktivistische Arbeit. Wenn ich die letzten Jahre nicht immer mal wieder wütend geworden wäre, dann wäre ich jetzt nicht Teil dieser Community.
Als ich 2013 zum ersten Mal über die nachhaltige Modemesse gelaufen bin, war da eine Hand voll anderer Medienschaffende, meistens aus dem Printbereich. Die Fragen kreisten hauptsächlich um Stilthemen, schließlich mussten wir uns alle erstmal daran gewöhnen, nicht mehr jeden Trend auf dem Silbertablett serviert zu bekommen. Und ich dachte mir ab und zu: Ist hier eigentlich niemand wütend?
Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich die Jahre danach den Kampagnen-Hashtag #whomademyclothes von Fashion Revolution in die Tastatur gehauen habe. Zum ersten Mal hatte ich als Konsumentin das Gefühl, einen Mini-Beitrag zur Sichtbarmachung von Missständen entlang der Wertschöpfungskette zu leisten. Sieh an, da geht ja doch noch mehr als dieses „dein-Kassenzettel-ist-dein-Stimmzettel“-Mantra.  

 
 
 
 
 
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Mode ist zutiefst politisch, egal wie man sie dreht und wendet. Ja, Mode ist natürlich auch Lust, Ausdruck und (für einige) Exzess, aber Mode ist in erster Linie politisch. Wer sich dem Fakt gegenüber verwehrt, lebt in einer Utopie: eine Welt, in der maßloser Konsum ein Grundbedürfnis ist und wir zu jeder Gelegenheit shoppen gehen sollen. Meine persönliche Version der Dystopie. Das mag zwar eine Weile lang ganz bequem sein, aber wenn uns diese Pandemie eine Sache zeigt, dann hoffentlich, dass eine Gesellschaft, die allen Menschen gleichermaßen Schutz bieten soll, von aktiver und grenzenloser Solidarität lebt. Das gilt für die geflüchteten Menschen in Griechenland genauso wie für die Erntehelfer*innen auf unseren Spargelfeldern und die Näher*innen im Globalen Süden. Wie kann es also sein, dass Unternehmen keine Verantwortung für alle Menschen entlang ihrer Lieferketten übernehmen? Dass sie für erledigte Arbeit keinen einzigen Cent zahlen? Dass sie unternehmerische Verantwortung scheuen, weil diese angeblich wirtschaftliche Nachteile mit sich bringt? Dass eine mögliche Rezession nun ein Schlupfloch für unethische und unökologische Geschäftspraktiken ist? Wie kann es sein, dass – obwohl der Schutz von Menschenleben in Corona-Zeiten offiziell an erster Stelle steht – Profit doch am Ende die Oberhand hat?

Frust und Wut in Aktivismus umwandeln

„Transparenz kann Leben retten“, habe ich mal bei Fashion Revolution gelesen. Seit der Corona-Krise habe ich das Gefühl, dass unsere Forderungen nach einer gerechteren Modeindustrie noch deutlicher werden müssen. Ich weiß, wir sind alle niedergeschlagen und müde, schließlich machen viele von uns das nicht erst seit gestern. (Reality-Check-Einschub: Es gibt Menschen da draußen, die schon seit Jahrzehnten aktivistisch unterwegs sind. Wie jung unsere Bewegung ist, muss man sich auch ab und zu vor Augen führen). Nur: Wenn wir uns jetzt nicht aufbäumen, dann werden sich die Klimaschutzmaßnahmen, auf die sich Politik und Wirtschaft geeinigt haben, im Wind zerschlagen. Genauso wie die sozialen Missstände, die die Corona-Krise verdeutlicht, in Vergessenheit geraten werden. Deswegen liegt es auch mal wieder an uns, jetzt gemeinsam aktiv zu werden. Als Bürger*innen müssen wir unseren Frust und unsere Wut so einsetzen, dass Solidarität mehr als eine bloße Worthülse ist. Das wird hart, aber lasst uns die Ärmel hochkrempeln, bevor das Leben wieder einen Strich durch unsere Pläne macht.  

Diese Aktionen solltet ihr jetzt unterstützen
  1. Femnet e.V., die sich seit Jahren insbesondere für Frauenrechte in der Textilbranche einsetzen, sammeln im Corona-Nothilfefonds für die Existenzsicherung der Textilarbeiter*innen und deren Familien. Sie ermitteln dafür mit ihren Partnerorganisationen in Indien und Bangladesch recht kurzfristig, wo aktuell der größte Bedarf besteht.
  2. Auch das Inkota Netzwerk sammelt mit ihrem länderübergreifenden Corona-Hilfsfonds Spenden für Schutzkleidung über Lebensmittelhilfen bis hin zu Saatgut.
  3. Frage aktiv selbst nach und fordere Modelabels mit dem Hashtag #WHOMADEMYCLOTHES dazu auf, Stellung zu beziehen. Einfach Selfie posten und los geht’s!
  4. Shoppt bei dem neuen Onlineshop Crisis Fashion euer neues Shirt zum Supersonderpreis!

Titelfoto: Emilie Elizabeth

Wie die (Fair) Fashion Branche aktuell mit der Pandemie umgeht

Schnell wurde deutlich: Die Modebranche ist besonders stark von der Ausbreitung des Corona-Virus und den damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen betroffen. Welche Probleme werden gerade deutlich und wie geht die (Fair) Fashion Branche damit um?

Und plötzlich waren die Lieferketten sichtbar

Von der Baumwollplantage, in die Textilfabrik, zum Modelabel, in den Einzelhandel – so könnte man die Lieferkette eines T-Shirt sehr vereinfacht beschreiben, die nun vom Einzelhandel ausgehend von der Krise betroffen ist. Vor knapp drei Wochen schlossen in Deutschland die meisten Läden. Das bedeutete Umsatzeinbußen für den Einzelhandel über Nacht – ausgerechnet in der Zeit, in der die Warenlager voll mit den neuen Frühjahrskollektionen waren. Natürlich nicht ohne Folgen: Rechnungen an Modelabels konnten und können aktuell nicht bezahlt werden, die wiederum ihre Aufträge in Textilfabriken zurückziehen, wo Textilarbeiter*innen massenhaft entlassen werden. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage nach Baumwolle, damit natürlich auch der Baumwollpreis und das setzt Rohstoffproduzenten enorm unter Druck.

Eine Million Textilarbeiter*innen werden entlassen

Rund 50 Millionen Menschen sind schätzungsweise weltweit in der Textilindustrie angestellt. Viele davon sind Frauen, die mit ihrem Job das Haupteinkommen für ihre Familie verdienen. In Bangladesch wurden bereits Aufträge für Exportware im Wert von 2,9 Milliarden Dollar gecancelt, 58 Prozent der Textilfabriken geschlossen und in der Folge eine Million Textilarbeiter*innen entlassen oder beurlaubt. Auch andere Standorte wie Kambodscha, Tamil Nadu (Indien) oder Pakistan sind stark betroffen. Es werden zwar hier und da Hilfszahlungen auf den Weg gebracht. Ob die allerdings auch ihren Weg zu den Textilarbeiter*innen finden, bleibt fraglich.

Immerhin: Nachdem H&M erklärte keine bereits in Auftrag gegebenen Produktionen zu stornieren, folgten die Modekonzerne Inditex, Marks&Spencer, Kiabi, PVH und Target. Ob H&M und Target nun aber den öffentlichen Erklärungen auch wirklich nachkommen, ist derzeit noch unklar. Primark und C&A gaben bisher nicht bekannt, ob sie ihre Zulieferer in den Seilen hängen lassen.
Auf dem Laufenden kann man aktuell zum Beispiel über den Hashtag #PayUp bleiben. Die Fair Wear Foundation veröffentlicht außerdem ein Dossier mit aktuellen Entwicklungen und Empfehlungen für Produktionsländer und Brands.

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UPDATE: Since posting, 3 of these brands – Kiabi, Target and Inditex – have agreed to pay for their completed and in-production orders. The same is true for PVH Corp & H&M, which is why they aren’t on the chart. We would emphasise that this is the bare minimum brands can do in supporting their supply chain workers, but we are motivated to see our community’s demands being heard.🌟 In today’s updates to our ongoing coverage of the effects of COVID-19 on global garment workers, we’ve shared a list of the top brands to cancel & hold orders in Bangladesh. The data comes from a report by Mark Anner of the Center for Global Workers’ Rights, which focuses on the impact in Bangladesh. While it’s important to recognise the systemic and global nature of these order cancellations (and know that these are far from the only brands engaging in this behaviour), it’s also astounding to witness the huge impact that the biggest brands can have in a country like Bangladesh, where some 4 million people are employed by the garment industry. You can send our email template to brands at the TAKE ACTION link in our bio, and learn more about the effects of this crisis. Let’s remember that our voices are louder together, and that our power to change the system is in our persistence. #FashionRevolution #WhoMadeMyClothes? *The total reported value of orders put on hold is USD 1.8 billion. The reported value of canceled orders is USD 1.4 billion. #payup

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Der Ruf nach mehr Verantwortung von globalen Modebrands

Die Pandemie zeigt uns aktuell also die Schwachstellen und die Fragilität der Modeindustrie besonders deutlich. Und leider auch, wie wenig die Interessen von Arbeiter*innen in Zeiten der Not priorisiert werden. Entlang der textilen Lieferkette sind alle betroffen und viele sehen ihre Existenz bedroht, am stärksten trifft es jedoch erneut die Schwächsten. Das Worker Rights Consortium fordert solidarisches Handeln von globalen Modebrands ein: kein Zurückziehen von Aufträgen, die eigentlich bereits besiegelt waren oder das Teilen von Finanzhilfen mit den Zulieferern. Es ist ein Ruf danach, dass global agierende Modebrands endlich mehr Verantwortung für ihre Lieferketten übernehmen.

Im Prinzip werden also nun genau die systemischen Probleme der Modeindustrie deutlich, für deren Sichtbarmachung Befürworter*innen eines Lieferkettengesetzes schon lange kämpfen. Auch das Inkota Netzwerk erinnert an die Wichtigkeit von gesetzlichen Regelungen, die die Verantwortung von Unternehmen gegenüber ihrer eigenen Lieferkette einfordern würden. Die Herausforderung: In Krisenzeiten kämpfen viele um ihre Existenz und sind nicht unbedingt bereit sich an einen Tisch zu setzen, um gleich die ganze Branche zu revolutionieren.

Fair Fashion in Zeiten von Corona

Und wie sieht es in der ökofairen Szene in Zeiten der Pandemie aus? Modelabels und Unternehmen mit ökologischem und sozialem Fokus übernehmen schon lange Verantwortung für das, was in ihren Lieferketten passiert und priorisieren die Rechte von Arbeiter*innen weitaus mehr als das im konventionellen Modebereich der Fall ist. So überrascht es zum Beispiel auch nicht, dass Armedangels – eines der größten deutschen Fair Fashion-Labels – sofort verkündet, keinerlei Aufträge zu kündigen. Die Fair Fashion-Branche trifft es deswegen allerdings nicht weniger stark im wirtschaftlichen Sinne, denn aufgrund der fairen Bezahlung entlang der Lieferketten fallen die Margen oft geringer aus als bei Fast Fashion-Unternehmen.

Dabei wäre es für die Modebranche besonders wichtig, dass faire und nachhaltige Unternehmen die Krise wirtschaftlich gut überstehen – sind sie es doch, die schon seit Jahren daran arbeiten, Wirtschaftsstrukturen positiv für Mensch und Umwelt zu verändern.

Bedrohte Existenzen

„Für uns ist die Krise existenzbedrohend. Wir haben bisher für alle Mitarbeiter*innen aus unseren Stores Kurzarbeit beantragt. Unser Antrag auf einen Kredit bei der IBB ist in Bearbeitung. Es wird eine sehr einschneidende Zeit für uns“, sagt Christina Wille von Loveco. Sie betreibt drei (nun vorübergehend geschlossene) Fair Fashion-Stores in Berlin. „Um unsere Umsatzeinbußen etwas abzufedern, pushen wir gerade mit aller Kraft unseren Onlineshop, der aktuell unsere einzige Einnahmequelle ist.“ Die Not macht kreativ: Christina bietet mit ihrem Team nun mittlerweile sogar eine Online-Beratung per Videochat an.

Andere größere Fair Fashion-Unternehmen wie beispielsweise Trigema und Wolford schwenken auf die Produktion von Schutzbedeckungen für Mund und Nase für Endkonsument*innen um. Der Wäschehersteller Mey produziert seit Kurzem Mundschutz, der auch für den medizinischen Bereich zugelassen ist.


Good to know:

  • Vanessa Janneck (Gründerin der B-Lage, Hamburg) gründet die Plattform 2gather.jetzt für Zusammenhalt in Krisenzeiten. Die Plattform soll kleine Unternehmen und Freiberufler*innen unterstützen
  • Sugartrends bietet eine Plattform für Einzelhändler*innen ohne eigenen Onlineshop
  • Der Marktplatz Avocadostore erlässt allen nachhaltigen Läden ohne eigenen Onlineshop die Anmeldegebühr

Die Fair Fashion Szene rückt zusammen

Wieder andere Fair Fashion-Labels und Shops gewähren gerade großzügige Rabatte, um weiterhin Kund*innen zu erreichen. Christina Wille findet das kontraproduktiv: „Rabattschlachten wie im konventionellen Bereich können uns allen schaden. Das wollen wir verhindern und wir müssen mit allen Beteiligten (Stores, Labels, Produzent*innen, Vertrieb) eine Lösung finden, die verlorenen Verkaufsmonate nachzuholen.“ Wenn sich Shops und Labels in Rabattschlachten – also dem ständigen Überbieten der Rabatte des Anderen – verlieren, macht die gesamte Branche weniger Umsatz. In Zeiten einer Krise will das natürlich vermieden werden.

Im Zusammenschluss mit den Unternehmer*innen hinter Langerchen, Lanius und Avocadostore hat sie deshalb die Initiative #fairfashionsolidarity ins Leben gerufen: Mit einem Manifest und mit konkreten Handlungsempfehlungen soll es einen gemeinsamen Weg durch die Krise geben. Bereits über 150 Unterstützer*innen sind dabei.

Claudia Lanius beispielsweise setzt bei der Kreation der Sommerkollektion für 2021 jetzt schon auf Kombinier- und Integrierbarkeit zur aktuellen Saison. Das Fair Fashion Label möchte so vorbeugen und verhindern, dass der Einzelhandel in dieser prekären Situation zu schnell zu Sales und Preisnachlässen greift: „Unsere Ware ist wertvoll, langlebig und nachhaltig – und das auch noch im nächsten Jahr!“, so richtet sich das Label in einem Brief an seine Kund*innen und bestärkt die Händler*innen darin, Ruhe zu bewahren.


Die Empfehlungen von #fairfashionsolidarity für Shops:

  • Mit den Brands in engen Austausch über die Begleichung von offenen Forderungen gehen, damit auch sie ihre Rechnungen begleichen können
  • Die Termine für die Auslieferung der Herbst- und Winterware in Absprache mit den Brands koordinieren, so das alle ihre Verpflichtungen erfüllen können
  • Sämtliche Kanäle dazu nutzen, diese solidarische Maßnahme zu kommunizieren und die gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten in den Vordergrund stellen

Die Empfehlungen von #fairfashionsolidarity für Labels:

  • Den Shops beim Ausgleich der offenen Forderungen aus Frühjahr/Sommer 2020 durch Verlängerung der Zahlungsziele oder Ratenzahlungen entgegenkommen, soweit es die eigene Liquidität zulässt
  • Den Zeitpunkt der Lieferungen für die Saison Herbst/Winter 2020 mit den Shops besprechen. Ein erster Liefertermin könnte ab Ende August erfolgen. Falls gewünscht, kann der Shop auch früher Ware beziehen
  • Die Sommerkollektion 2021 so gestalten, das sie auf der aktuellen Kollektion aufbaut. So kann der Shop Warenüberhänge in die Saison Frühjahr/Sommer 2021 übernehmen. Dabei die Übernahmemöglichkeiten rechtzeitig an die Shops kommunizieren.
  • Für eine Auswahl an Styles eine Nachordermöglichkeit schaffen, um fehlende Größen aufzufüllen.
  • Die Vertriebsstrukturen auf eine spätere Orderrunde der Kollektion Frühjahr/Sommer 2021 vorbereiten. Z.B. im Zeitraum Mitte August bis Ende September 2020
  • Sämtliche Kanäle dazu nutzen, diese solidarische Maßnahme zu kommunizieren und die gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten in den Vordergrund stellen.

„Die Fair Fashion Szene braucht jetzt Zusammenhalt, Mut für Innovationen und regelmäßigen Austausch“, findet auch Bloggerin Mia Marjanovic, die bereits seit sieben Jahren über faire Mode schreibt. Auch sie ist als Medienschaffende von der Krise betroffen, denn wenn Fair Fashion-Labels ums Überleben kämpfen, sind Budgets für Online-Marketing und Freiberufler*innen meist als Erstes eingefroren. „Es ist ein stetes Auf und Ab aus Kundenabsagen, Zukunftssorgen und gecancelten Events.“

Sorgen um das, was da noch kommt

Die große Frage, die bleibt: Wie soll das für die Modebranche weitergehen? Fachleute sagen: Wenn der Höhepunkt der Ausgangsbeschränkungen zu Ostern erreicht ist und es dann Lockerungen gibt, ist ein V-Verlauf das wahrscheinlichste Szenario. Das bedeutet, dass die Verkaufszahlen zum Ende des zweiten Quartals wieder ansteigen und die ausgebliebenen Konsumausgaben nachgeholt werden würden. Bei längerem Anhalten der Maßnahmen werden die Ausgaben für Kleidung voraussichtlich weiter sinken, da Konsument*innen sich eher auf das Wesentliche konzentrieren. Eine wirtschaftliche Erholung ist 2020 dann wahrscheinlich nicht mehr in Sicht. Doch auch das ist nur eine Prognose.

„Die größte Schwierigkeit liegt darin, dass niemand wirklich weiß, was passieren wird und worauf man sich einstellen muss – das hat einfach niemand schon einmal erlebt“, sagt Anna Yona, die Gründerin des Eco-Schuhherstellers Wildling. Mit ihrem Team hat sie inzwischen Wege gefunden, sich mit allen Lieferanten und Partnern auf eine erträgliche Kostenreduktion zu einigen.

Was es jetzt braucht

Ganz anders ist es im konventionellen Modebereich: Zu Beginn der Corona-Krise machte Adidas trotz Umsatzrekord in 2019 negative Schlagzeilen mit der Stundung von Mietzahlungen. Nach einer öffentlichen Entschuldigung will der Konzern nun doch Miete zahlen, aber angeblich auch einen Kredit in Milliardenhöhe beantragen.

Währenddessen fehlt die Unterstützung für kleine Unternehmen, wie man sie in der Fair Fashion-Branche fast ausschließlich findet. „Wir brauchen für den Moment finanzielle Unterstützung, die uns als kleines Unternehmen schützt. Derzeit werden nur Unternehmen bis 10 Mitarbeiter*innen oder Großunternehmen ab 250 Mitarbeiter*innen finanziell aufgefangen. Wir fallen mit unserer Größe von 16 Mitarbeiter*innen durchs Raster und können derzeit nicht genau absehen, was das langfristig für Folgen haben wird“, erklärt Christina Wille.

Anna Yona sieht auch bei verantwortungsbewussten Konsument*innen eine Chance für die Zukunft: „Ich glaube es braucht jetzt vor allen Dingen ein noch bewussteres Konsumverhalten als sowieso schon. Gerade in der Krise ist es unglaublich wichtig, die kleinen und unabhängigen Marken und Unternehmen zu unterstützen, damit die Diversität in der Modebranche erhalten bleibt und nicht nur die Großen überleben.“

Titelbild: Marco Bianchetti / Unsplash

Gemeinsam durch die Corona-Krise: Wie wir Kleinunternehmen jetzt unterstützen können

Durch die Kiez-Boutique schlendern, im Café nebenan einen Latte schlürfen und abends Sauerteig-Pizza im warmen Ambiente des Restaurants genießen – was vorher so selbstverständlich schien, ist derzeit unmöglich. Gastronomie, künstlerische Berufe, Kleinunternehmen und viele andere sehen sich aufgrund der Corona-Pandemie-Regelungen von einem Tag auf den anderen mit enormen Umsatzeinbußen konfrontiert.

Damit unsere Lieblingslokale und -shops auch nach der Krise noch Teil unseres Nachbarschaftsbilds sind, liegt es auch an uns, die kleinen Unternehmen so gut wie möglich zu supporten. Deshalb hier eine Übersicht an Ideen und Initiativen, wie wir als Kund*innen Kleinunternehmen unterstützen können, aber auch konkrete Tipps für Small Businesses:

Wie Kund*innen Kleinunternehmen unterstützen können

Nachfragen

Jedes Unternehmen ist individuell und genauso individuell sind die jeweiligen Lösungsansätze. Für manche Läden klappt die Umstellung auf Lieferservice gut, bei manchen erzielt ein Insta-Sale die besten Ergebnisse, bei anderen machen nur Online-Kurse auf Zoom Sinn. Und manche können ihre Angebote nicht so gut wie andere online kommunizieren. Deshalb fragt bei eurem Lieblingsladen oder Café im Zweifel am besten direkt nach, wie ihr sie supporten könnt.

Lokal & Klein

Auch wenn wir alle (hoffentlich) auf #stayathome setzen, kommt nicht das gesamte Geschäftsleben zum Erliegen. Gerade Lebensmittelgeschäfte erfahren zur Zeit einen enormen Zulauf. Wie wäre es, im kleinen Gemüseladen nebenan zu kaufen, anstatt in der großen Kette? Wie wäre es frisch geröstete Kaffeebohnen im Lieblingscafé abzuholen, anstatt im Supermarkt zu shoppen? Wenn schon einkaufen, dann zumindest lokal und klein – wenn es geht! Und wenn der Laden zu hat, einfach mal nachfragen (per Mail oder Telefon), wie ihr dennoch an eure Lieblingsschüssel oder an die frische Pasta kommt.

Gutscheine

Was vielen Kleinunternehmen von einem auf den anderen Tag fehlt, ist der konstante Cashflow. Gerade in der Gastronomie kann man ein paar Wochen oder Monaten nicht nach der Krise einfach wieder „aufholen“. Der Kaffee, der heute nicht gekauft wird, wird nicht in zwei Monaten doppelt gekauft. Eine Lösungsmöglichkeit: Gutscheine! Entweder kauft ihr diese direkt bei eurem Lieblingsshop – also zum Beispiel auf der Webseite oder via E-Mail oder Paypal. Oder ihr schaut euch auf übersichtlichen Plattformen wie www.helfen-shop.berlin oder www.stammi.de um.

No-Cancel-Culture

So ähnlich sieht es in Yoga-Studios oder im kreativen Bereich aus: Sagt fest reservierte Termine nicht ab, tauscht Eintrittskarten nicht um oder fordert, wenn es finanziell für euch möglich ist, nicht direkt eine Rückzahlung , sondern verschiebt die Termine auf unbestimmte Zeit oder lasst euch einen Gutschein ausstellen.

Onlinekurse

Apropos Yoga- oder Fitness-Studios: Viele eurer Lieblingsstudios haben sich viel Mühe gegeben und bieten nun Live-Kurse online an. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies kein leichtes Unterfangen ist. Deshalb nehmt diese Leistung gerne in Anspruch. Bei Peace Yoga Berlin gibt es zum Beispiel ab sofort täglich Live-Stream-Klassen, die man online buchen kann.

https://www.instagram.com/p/B-ldPCFDJIF/?igshid=x0u63qddjhed

 

Trinkgeld hilft

Seid hier nicht knausrig, wenn ihr es euch leisten könnt. Statt zehn Prozent kommen ja vielleicht auch mal 15 oder 20 in Frage. Wartet auf dem Markt nicht auf die 50 Cent Rückgeld und spendiert im Taxi in der App auch mal ein bis zwei Euro mehr – jeder Cent zählt.

Crowdfunding

Reger Burger aus Berlin hat es vorgemacht: Um ihre 21 Mitarbeiter*innen zu schützen und das Unternehmen am Leben zu halten, haben sie eine Startnext-Kampagne gestartet. Beim Crowdfunding ist, wie der Name bereits verrät, die Crowd gefragt. Wenn viele Personen auch nur einen kleinen Betrag überweisen, kann die Existenz gesichert werden. Als Unterstützer-Boni gibt es Burger, T-Shirts oder Drinks für die Supporter nach der Quarantäne. Diese Schwarmfinanzierung hilft derzeit vielen Lokalen, zumindest für eine gewisse Zeit, dank ihrer Stammgäste und Fans etwas besser über die Runden zu kommen.

Wenn das Geld knapp ist – Alternativen zur finanziellen Unterstützung von Kleinunternehmen

Das waren alles viele Tipps, bei denen ihr selbst zahlt, Gutscheine kauft oder Onlinekurse bucht. Aber da viele aufgrund der aktuellen Lage zur Zeit extrem sparen müssen, können natürlich nicht alle ihre liebsten Läden finanziell unterstützen. Alternativen gibt es aber zuhauf:

Bewertungen

…sind umsonst und ihr könnt sie nicht nur in Apps schreiben, sondern auch direkt auf Google, Facebook oder auf der Unternehmensseite hinterlassen – das hilft den Kleinunternehmen, Labels, Künstler*innen etc. ungemein, neue Kundschaft zu gewinnen. Auch der Buchhandel sieht sich mit den Folgen der Krise konfrontiert und mehr denn je freuen sich deshalb Autor*innen über Bewertungen ihrer Bücher.

Werdet selber zu Mikro-Influencern

Macht auf Instagram, Twitter oder Facebook Werbung für eure Lieblingslokale und ihre Angebote. Egal wie groß eure Reichweite ist, aus eigener Erfahrung kann ich sagen: jeder Share bringt etwas.

https://www.instagram.com/p/B-gfPxzKO7H/?igshid=1hmpbcsb05nsk

Wissensaustausch

Vielleicht könnt ihr nicht finanziell unterstützen, könnt aber Texte gegenlesen, kleine Grafiken für Flyer erstellen, oder generell gut in bestimmten Bereichen beraten? Viele Unternehmen können derzeit jede Hilfe gut gebrauchen. Also auch hier: einfach mal nachfragen!

Was von der Corona-Krise betroffene Kleinunterehmen jetzt tun können

Hier können wir natürlich nur begrenzt Tipps geben, da wir nicht für alle Bereiche das nötige Expert*innenwissen oder die richtigen Kontakte haben. Vielleicht können wir euch aber trotzdem einen hilfreichen Input liefern, gerade auch weil wir als Einzelunternehmer*innen selbst vor finanziellen Herausforderungen stehen:

Expert*innenwissen nutzen

Informiert euch direkt bei offiziellen Stellen, zum Beispiel bei der IHK, auf der Seite der IBB über den Corona-Zuschuss oder fragt eure*n Steuerberater*in und eure Hausbank nach Updates zu Soforthilfen. Ich persönlich erhalte zum Beispiel von der Agentur meines Steuerberaters sowie von der IHK fast täglich News zu diesen Themen. Auf der IHK Webseite gibt es zum Beispiel eine Übersichtsseite zu möglichen Finanzhilfen, Infos zum Thema Rechtssicherheit im Netz (für alle wichtig, die jetzt auf Online-Shops umsteigen), die Initiative Unternehmen helfen Unternehmen und Informationen zu Steuerstundungen etc.

Newsletter

Dazu folge ich persönlich seit einigen Jahren Newslettern von Gründernews-Seiten wie Gründerszene oder Junge Gründer. Die Autor*innen dieser Seiten teilen Expert*innenwissen speziell zu allen Themen, die junge Gründer*innen und Kleinunternehmen betreffen.

https://www.instagram.com/p/B-Poiu5ITi9/

Window-Shopping

Auf Instagram hab ich entdeckt, wie eine Boutique Auslagen im Fenster mit Nummern und Preisen, sowie mit einem Schild versehen hat, mit der Info, dass sich Kunden gerne per E-Mail melden können und die Produkte nach Hause geliefert werden. Vielleicht auch eine Inspiration, offline auf den Onlineshop aufmerksam zu machen?

Insta-Sale

So macht es der Shop @liv_instasale. Auf Instagram haben sie einen kleinen, aber erfolgreichen virtuellen Flohmarkt gestartet. Eine weitere Option ist die Beratung von offline zu online zu switchen, wie es zum Beispiel Loveco gerade via Instagram Stories macht.

Lieferservice oder Abholservice

Insbesondere die Gastronomie leidet unter den Folgen der Pandemie-Eindämmung. Einige versuchen sich durch Außer-Haus-Verkauf über Wasser zu halten. Via https://citylabberlin.typeform.com/to/QjhJbt können Betriebe ihr Angebot kostenlos auf Berlin.de listen lassen.

Steady oder Patreon

Für alle Kreative, Künstler*innen und Influencer*innen eignet sich unter Umständen ein Konzept, das sich im YouTube-Bereich, insbesondere in den USA, bereits etabliert hat. Hier geht es nicht um Spenden oder um klassisches Crowdfunding. Als Patreon– oder Steady-Supporter unterstützt man Musiker*innen oder Schriftsteller*innen mit einem monatlichen Betrag die Arbeit der Creatives und erhält dafür auch je nach Mitgliedschaft regelmäßig im Gegenzug Inhalte wie Musik, Texte oder Videos der Kreativen. Ich zahle zum Beispiel monatlich einen kleinen Betrag an einen Musiker und bekomme von ihm die Musik zuerst zugeschickt als MP3-Dateien, die ich mir herunterladen kann.

Etsy

Egal ob kleinere Kollektionen, Prints, Vintage-Möbel oder sogar digitale Produkte – Etsy ist der Online-Marktplatz für handgefertigte Produkte und kleine Labels. Der Launch des eigenen Etsy-Shops ist nicht sonderlich kompliziert und kann zeitnah umgesetzt werden. Wichtig sind hier gutes Bildmaterial und Produktbeschreibungen.

Online-Seminare

Um die oben beschriebenen Maßnahmen auch gekonnt zu promoten, bedarf es einer guten Marketing- und Social-Media-Strategie. Diese muss nicht sonderlich kompliziert oder lang sein. Ganz simpel heißt es einfach nur zu überlegen: Wo und wer ist meine Zielgruppe? Was will ich erreichen? Welche Mittel stehen mir dazu zur Verfügung? Einsteiger-Kurse im Bereich E-Mail-Marketing oder Social-Media-Marketing können bereits zu erfreulichen Erfolgen führen und diese werden aus Solidaritätsgründen mehr und mehr umsonst online angeboten. Einfach das gefragte Thema und kostenlose Webinare auf Ecosia suchen!

https://www.instagram.com/p/B-PPdNEIrzR/

Zusammentun

Zusammen ist man weniger allein. Viele der Kleinunternehmen sitzen im gleichen Boot, kämpfen mit denselben Schwierigkeiten, Sorgen und Problemen. Gemeinsam kann man die jeweiligen Stärken bündeln und nach Lösungen suchen. Ein Beispiel dafür kommt aus der Fair-Fashion-Szene: Loveco, Lanius und LangerChen haben vor ein paar Tagen die #FairFashionSolidarity für alle Fair-Fashion-Marken, Händler*innen und Shops ins Leben gerufen. Mit ihrem Manifest und den aufgelisteten Empfehlungen ruft das Netzwerk zu mehr Solidarität auf, um die faire Modebranche zu retten und gemeinsam durch die Krise zu gehen.

Wie immer interessiert uns auch eure Meinung! Deshalb hinterlasst gerne eure Tipps und Erfahrungen, wie ihr als Unternehmer*innen oder als Kund*innen mit Corona umgeht.

Beitragsbild: © Mia Marjanovic
Hintergrundbild: © Byran Garces via unsplash

So war der Fashion Changers Think Tank zu „Diversität in der Mode“

Am 16.11. fand der erste Fashion Changers Think Tank statt. In einem eintägigen Workshop beschäftigten wir uns mit der Frage: Wieso ist die (faire) Modebranche in Bezug auf Schönheitsbilder, Gender und Repräsentation von BIPoC so homogen? Was kann für mehr Diversität getan werden?

Die Motivation dahinter: Wieso macht Fashion Changers ein solches Event?

Drei weiße, priviligierte Frauen initiieren ein Event, das sich mit Diversität beschäftigt und man fragt sich zurecht: warum? Als wir mit Fashion Changers angefangen haben Events zu organisieren und Podiumsdiskussionen auf die Beine zu stellen, dämmerte uns mehr und mehr, wie weiß und female unsere „Bubble“ ist. Wir merkten, dass wir kaum BIPoC (Black/Indigenous/People of Color) in den eigenen Reihen haben, keine Menschen mit Behinderung sehen und größere Größen in der Fair Fashion-Szene Mangelware sind. Uns war klar, dass wir dieses Thema ansprechen müssen, da wir mit unseren Events eine Strahlkraft haben und damit auch eine Verantwortung tragen, verschiedene Perspektiven aufzuzeigen.

Für den Think Tank konnten wir tolle Speakerinnen gewinnen, die in ihren Vorträgen wichtige Anstöße gaben, die anschließend in zwei Workshopgruppen diskutiert wurden, um Herausforderungen zu besprechen und neue Lösungsansätze für mehr Diversität in der (fairen) Modebranche zu finden. In diesem Artikel fassen wir einige Inhalte der Vorträge zusammen. Die Ergebnisse der Workshopgruppen arbeiten wir in den nächsten Wochen auf, um sie gemeinsam mit den Ergebnissen unserer Umfrage (die aktuell auch noch läuft!) in einem E-Book verfügbar zu machen.

Die Fashion Changers Gründerinnen Jana und Nina eröffnen den Think Tank

Moderation: Merve Kayikci – Spiegel-Journalistin und Podcasterin bei „Mashallah!”

Sonja Eismann – Mitgründerin vom Missy Magazin, Autorin & Journalistin hielt einen Vortrag zu Mode, Gender und Feminismus

Mode, Gender und Feminismus

Sonja Eismann führte tief in die Modegeschichte ein und leitete für uns her, woher die extreme Aufteilung von Geschlechtern in der Mode überhaupt kommt. Im Bürgertum trugen Männer plötzlich Hosen, um sich vom Adel abzuwenden und lehnten Röcke ab, die in der Folge dann nur noch von Frauen getragen wurden. Sonja zeigte außerdem viele tolle Beispiele von Menschen, die Mode und Gender anders denken. Sie kam immer wieder darauf zurück, dass Mode vielmehr ist als nur Kleidung auf der Haut. Mode bedeutet zugehörig sein (oder eben auch ausgeschlossen werden) und besitzt ein utopisches Potenzial. Mode kann somit unsere Welt neu denken. Sie zeigte uns zum Beispiel den Revolution Suit, den eine Designerin kreiert hatte, um im Falle einer Revolution gut gekleidet zu sein.

Sonja sprach außerdem über die Kapitalisierung des Feminismus und wie Firmen feministische Slogans nutzen, um Profit zu schlagen und ihr Image aufzupolieren. Sie stelle die Frage in den Raum: Wo führt das hin? Bringt das der Bewegung wirklich was?

Sonja brachte weitere wichtige Fragen auf den Tisch:

Wer hat die Macht? Wer bestimmt die Mode?

Was macht eigentlich unser westlich geprägter Blick auf die Mode? Sonjas Prognose: das wird sich in den nächsten Jahren verschieben, da marginalisierte Märkte nun „kommen“.

Wie definieren wir uns über Mode? Warum ist Mode Status?


Sonja Eismann ist Mitgründerin und -herausgeberin sowie Redakteurin beim Missy Magazin, das Magazin für Pop, Politik und Feminismus. Die Journalistin und Kulturwissenschaftlerin schreibt, referiert, forscht und unterrichtet zu Themen rund um Feminismus und Popkultur. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Repräsentation von Geschlecht in der Populärkultur, Dritte-Welle-Feminismus, gendersensibles (pop)journalistisches Schreiben, Do-It-Yourself-Kulturen und Modetheorie. Zudem ist sie Autorin und Herausgeberin diverser Bücher, u.a. „absolute fashion“ (2012), „Ene Mene Missy. Die Superkräfte des Feminismus“ (2016) und „Wie siehst du denn aus? Warum es normal nicht gibt“ (2020).


Reger Austausch zwischen den Vorträgen. Sema Gedik – CEO und Gründerin von Auf Augenhöhe hielt einen Vortrag zu Mode, Körper und Schönheit.

Mode, Körper und Schönheit

Sema Gedik sprach zunächst über die Entstehung von Schönheitsidealen: Was bedeutet überhaupt Schönheit? Wer ist mitgemeint, wenn es um Schönheit geht?

Sie zitierte unter anderem Ninia la Grande, was sie unter Schönheit verstehe:

„Wann fühle ich mich schön? Wenn innerlich im Reinen und stressfrei bin – und nicht gerade meine Periode habe – dann fühle ich mich schön. Oft auch, wenn ich gute Musik höre oder einen erfolgreichen Auftritt hatte – das übertraägt sich dann auf die gefühlte Ausstrahlung“ – Ninia La Grande

Eine der zentralen Fragen von Sema Gedik ist: Warum denkt Schönheit nur in Konfektionen? Um diesen Normen entgegen zu wirken, arbeitet sie mit ihrem Label Auf Augenhöhe an der Entwicklung einer eigenen Konfektionierung für kleinwüchsige Menschen (1XS – XL, 2XS – XL, 3XS – XL – die Zahl steht jeweils für die Körpergröße)

Wir diskutierten außerdem über den Begriff „Sondergrößen“ und warum dieser eher ausschließt und diskriminierend ist und darüber, ob es Sinn macht, einfach ein neues Modelabel zu machen oder lieber bestehende Labels neue Konfektionierungen aufnehmen sollten. Auf Augenhöhe arbeitet dafür aktuell zum Beispiel mit Tommy Hilfiger zusammen. Generell sollte die Branche das Verständnis von Körpern generell neu denken.

Wer bekommt Zugang zur Modewelt (und wer nicht)?

Wie schaffen wir es, marginalisierte Gruppen zu inkludieren?

Was bedeutet Exklusion in der Inklusion?


Sema Gedik ist CEO und Gründerin von dem Label AUF AUGENHOEHE. 2013 war es ihre Idee, das erste Label für kleinwüchsige Menschen ins Leben zu rufen. Anstoß dafür war ein Gespräch mit ihrer kleinwüchsigen Cousine Funda, die ihr erzählte, welche Probleme sie beim Kleiderkauf hatte. Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, hat sie unter anderem die weltersten Konfektionsgrößen für Menschen mit Achondroplasie entwickelt und forschte dafür mehrere Jahre bis zur Gründung des Labels 2017.  Sie ist Geschäftsführerin und vertritt das Unternehmen in der Öffentlichkeit. Zusätzlich übernimmt sie das Design der Produktlinien. Durch ihre Arbeit mit AUF AUGENHOEHE will Sema nicht nur kleinwüchsigen Menschen die Partizipation an einer gleichberechtigten Modewelt ermöglichen, sondern auch auf soziale Ausgrenzung und Benachteiligung aufmerksam machen.


Kemi Fatoba – Journalistin (Vogue, Zeit) und Mitgründerin von DADDY (auch auf dem Titelbild zu sehen) hielt einen Vortrag zu Repräsentation von BIPoC in den (Mode-)Medien und gab außerdem wertvolle Impulse in den Workshopgruppen.

Repräsentation von BIPoC in den (Mode-)Medien

Kemi Fatoba berichtete zunächst, wie es zur Mitarbeit an der Vogue-Kampagne „Warum Sichtbarkeit das Wichtigste ist“ gekommen ist und warum sie erst skeptisch war. Sie bestand darauf, dass nicht nur vor der Kamera Diversität herrschen muss, sondern auch dahinter. Das Team selbst war dann tatsächlich auch sehr divers. Trotzdem sind ihnen sind „Fehler“ unterlaufen. Zum Beispiel hatten sie an einem Shooting-Tag nicht bedacht, dass sie mehrere Hijabi-Models da haben und nicht genug Outfits, um Modest Fashion gerecht zu werden.

Kemi sprach darüber, dass das große Problem ist, dass sich viele Firmen jetzt Diversität auf die Fahnen schreiben, diese aber nicht wirklich leben, weil die Chefetagen nach wie vor häufig weiß (und männlich) sind und es somit nie zu wahrer Vielfalt kommen kann.

Ein wichtiger Punkt: Es muss unbedingt vermieden werden, dass diverse Menschen nicht als Token fungieren und somit eigentlich nur Stereotype bedient werden. Eine Person kann nie für eine ganze Gruppe von Menschen sprechen oder exemplarisch dafür stehen. Oft geraten Diversitätskampagnen in Klischees, was es unbedingt zu vermeiden gilt. Das grundlegende Problem ist Rassismus. So lange sich dies nicht ändert, wird sich auch in der Darstellung nichts ändern.


Kemi Fatoba ist freie Journalistin und Content-Strategin. Sie ist die Mitgründerin von DADDY, ein Berliner Onlinemagazin, das sich auf Identitätspolitik, Diversität und Stereotype fokussiert. Kemi kommt ursprünglich aus Wien, wo sie Kommunikationswissenschaften studiert hat, lebte vorübergehend in London und jetzt in Berlin. Sie berät Unternehmen, wie diese besser mit ihren vielfältigen Kund*innen kommunizieren können. Sie schreibt u.a. für Vogue Deutschland, Zeit Online und i-D. Sie setze u.a. die Diversity-Kampagne bei Vogue um, die den Hashtag #representationmatters trug und Diversität in die Mitte der (Mode)Gesellschaft trug.


links: Janine Nagel – Model für Auf Augenhöhe und Lifestyle-Bloggerin rechts: Bao Pham – Eco-Influencer und Künstler

links: Lydia Maurer – Gründerin des größen-inklusiven Labels Phylyda rechts: Natalia aus dem Auf Augenhöhe-Team

Der Think Tank wurde durch unsere Supporter möglich gemacht: GLS Bank, Wildling, erlich Textil, LOVECO, Tchibo, Ooshi, i+m NATURKOSMETIK und Shipsheip – wir freuen uns sehr, dass wir Unternehmen für dieses Thema gewinnen konnten und sie uns damit in dem Vorhaben, die Modebranche gerechter zu gestalten, unterstützen.

links: Jazz vom RosaMag mitte: Sema Gedik von Auf Augenhöhe rechts: Christina Eckert von Wildling

links: Cosima von i+m NATURKOSMETIK mitte: Christina von Wildling rechts: Benjamin von erlich Textil

links: Jan Paaul und Nixxon von For Sinners Not For Saints mitte: Autorin und Journalistin Nadire Biskin rechts: Maren von Your Personal Stylist

links: Jana Nörenberg von Tchibo rechts: Jan Paaul und Nixxon von For Sinners Not For Saints

links: Fashion Changers-Co-Gründerin Nina rechts: Susann von Tchibo

Vielen Dank außerdem an Sirplus, die uns gerettetes Essen und Inju, die uns die FLASH Limonade zur Verfügung gestellt haben.

Fotos: © Melanie Hauke

Mehr Fotos vom Think Tank findest du auf unserer Facebookseite.

Fashion Changers Party: Wieso Vernetzung so wichtig ist

(Werbung)

Was für ein besonderer Abend das war. 200 Menschen, die sich allesamt für eine bessere Modewelt einsetzen an einem Ort. Das konnte nur wunderschön werden. Wir ziehen ein kleines Resüme.

Eine Community wächst

Als wir mit Fashion Changers angefangen haben, waren wir einfach Jana, Nina und Vreni, die sich irgendwie über das Internet kannten und wussten, dass man all diese tolle Menschen, die sich mit fairer Mode beschäftigen, irgendwie zusammenbringen muss, um Synergien zu nutzen, um sich zu vernetzen, um voneinander zu lernen und sich gemeinsam zu professionalisieren. Auf unserem ersten Event kannten wir alle. Beim zweiten kamen einige neue Gesichter hinzu. Inzwischen lernen wir auf unseren eigenen Events immer wieder Menschen kennen, die wir noch gar nicht auf dem Schirm hatten, die vielleicht gerade erst angefangen haben, sich für faire Mode einzusetzen. Die Community wächst.

Vernetzung ist wichtig

Diese Community zusammenzubringen macht für uns besonders viel Sinn, denn:

  • Gebündelte Kräfte schaffen einfach mehr – vieles von dem, was wir in den letzten zwei Jahren gemacht haben, hätten wir ohne die Power der Community gar nicht geschafft
  • Was eine*r weiß, hilft jemand anderem – in der fairen und nachhaltigen Szene gibt es schon genug Hürden, wieso sollte man sich dann nicht wenigstens gegenseitig helfen? (Wie gehst du mit Greenwashing um? Wo hast du das nachhaltige Material XY her? Ist dies oder jenes wirklich nachhaltig?)
  • Neue Denkanstöße – von jeder Veranstaltung nehmen wir neue Impulse mit
  • Weltschmerz: Wer sich mit Klimathemen oder den Abgründen der Textilbranche beschäftigt, hat schon mal Weltschmerz – zusammen ist er immer noch da, aber ein bisschen erträglicher

Party mit Sinn

Mit einer Party die Welt verändern? So einfach ist es natürlich nicht. Neben Vernetzung schaffen wir allerdings noch weitere Mehrwerte. Uns geht es immer darum, die schönen Dinge mit den wirklich wichtigen zu verbinden. Es wäre also keine echte Fashion Changers Party gewesen, wenn wir mithilfe unserer Gäste nicht auch Spenden für die Clean Clothes Campaign gesammelt, auf eine Petition aufmerksam gemacht und Unterschriften für den Ausruf des Klimanotstands in Berlin gesammelt hätten. Außerdem pflanzt Ecosia im Namen von Fashion Changers 200 Bäume für unsere 200 Gäste.

Ein großes Danke an unsere Partner, die diesen Abend ermöglicht haben:

Weleda, Tchibo, Lanius, Studio Botanic, Nucao, Wildling, Calida, i+m, Lovjoi, Jojeco, Bridge & Tunnel, GLS Bank, Cattier Paris

Die Fashion Changers Gründerinnen begrüßen zu Beginn des Abends 50 Blogger*innen, Journalist*innen und Medienschaffende. Ab 20 Uhr stehen die Türen für noch mehr ausgewählte Gäste der Fair Fashion-Szene offen.

Links: Rosa-Mag Gründerin Ciani und Autorin Celia; Rechts: Bei der Party wurde nicht nur getanzt, sondern auch auf Petitionen & Co. aufmerksam gemacht.

Sich wieder treffen oder neu kennenlernen – klappt mit der Fotobox von H2N noch besser.

Links: Welcome to the Fashion Changers Cosmos! Unterstützt wurden wir unter anderem von Weleda und Tchibo; Rechts: Instagrammerin Svenja Fuchs

Musik kam u.a. von Marcus Werner, Co-Gründer des Nachhaltigkeitsmagazins Viertel Vor.

Links: Bestes Wetter für unseren Networking-Abend; Rechts: Tassja Damaso von Weleda und Vreni von den Fashion Changers.

Bei den Pre-Drinks erhielten 50 Medienschaffende eine #Noplastic Tasche von Lanius mit tollen Goodies.

Links: Als Zwischensnack gab es Riegel von Nucao; Rechts: Blogger Alf Tobias Zahn

Fashion Changers_Fashionweekparty_LB

Links: Das #GenderEquality Shirt aus einer Kollaboration von Fashion Changers und Fairtrade wurde ausgestellt; Rechts: DJ Mars Dietz sorgt für gute Vibes

Links: Das Label Auf Augenhöhe war auch da; Rechts: Auch in den Toiletten wurde auf Ökologie geachtet: Naturkosmetik-Handcreme und -Seife von Studio Botanic für die Gäste

Die Fashion Changers Goodie Bag mit Goodies von: Tchibo, Weleda, Lanius, i+m Naturkosmetik Berlin, GLS Bank, Jojeco, Studio Botanic, Wildling, Lovjoi, Calida, Cattier, Bridge & Tunnel und nucao.

Vielen Dank an alle, die diesen Abend möglich gemacht haben. An das Mirika Berlin für die tolle Betreuung, unsere Fotografin Lea Bräuer, die die Stimmung so toll festgehalten hat, unsere DJ’s Marcus und Mars, Eva und Keno, die uns personell unterstützt haben, H2N, die das Branding der Fotobox kostenfrei erstellt haben, CleverShuttle, die unseren Partygästen einen Rabatt gaben, unsere großartigen Sponsoren, die ihr auf dem Goodie Bag-Bild seht und unsere Gäste, die dieser Party das gewisse Extra geben.

Titelbild und Partyfotos: Lea Bräuer

Marieke Eyskoot

Marieke ist wohl, was man ein klassisches Multitalent bezeichnen würde. Die Expertin für nachhaltige Mode und einen nachhaltigen Lebensstil bewegt sich seit über 15 Jahren in der Branche und hat nun all ihr Wissen in das wunderschöne Buch „This is a Good Guide – for a sustainable lifestyle“ gesteckt. Darin befinden sich allerhand Tipps, um Nachhaltigkeit im Bereich Mode, Beauty, Ernährung, dem eigenen Zuhause, aber auch bei der Arbeit zu leben. Das Buch ist nicht nur sehr schön anzusehen, sondern auch wirklich gehaltvoll.

Kein Wunder, Marieke hat bereits 2014 den ersten niederländischen Guide für faire Mode („Talking Dress“) geschrieben, ist eine erfahrene Speakerin (u.a. TEDx), fungierte als Co-Founderin für die internationale Modemesse MINT, berät Brands im Bereich Nachhaltigkeit und veranstaltet eigene Events und Workshops. Und on top wurde sie bereits als Amsterdams Bürgerin des Jahres (Citizen of the Year) nominiert. Immer dabei: ihre herzliche Art, die wirklich erfrischend ist. Sie möchte nicht nur faire Mode publik machen, sondern vor allem Menschen ermutigen bei sich selbst anzukommen und auch ein bisschen netter zu sich selbst zu sein.

Wir haben mit Marieke über „This is a Good Guide“, das gute Leben und feministische Kämpfe gesprochen.

Du wirkst immer so positiv. Woher nimmst du diese unfassbar tolle Energie?

Vielen Dank, das freut mich sehr zu hören. Ich bekomme diese Energie von all den fantastischen Kämpfer*innen, die unsere Welt zu einem besseren Ort machen wollen. Von den unglaublich innovativen Brands, die Dinge kreieren, die wirklich nützlich sind und dabei eine positive statt negative Wirkung erzielen. Von den Veränderungen, die ich die letzten 15 Jahre miterlebt habe (auch wenn es zu langsam geht). Und natürlich auch von den wundervollen Reaktionen auf mein Buch „This is a Good Guide – for a sustainable lifestyle“. Die Leute sagen mir, dass es sie wirklich ermutigt hat und sie jetzt wissen, was zu tun ist, um Veränderungen voranzutreiben. Dass sie nur noch von den Brands und Läden aus dem Buch kaufen werden. Dass es ihr Lieblingsgeschenk für Freund*innen ist. Dass sie dadurch begriffen haben, was sie studieren wollen und dass es wirklich ihr Leben verändert hat. Das ist eine Ehre und so motivierend.

Wer ist die*der perfekte Leser*in für „This is a Good Guide“?

Jede*r, der*die an praktischen und positiven Tipps im Hinblick auf Mode, Beauty, Essen, Arbeit und Freizeit interessiert ist. Um zu entdecken, dass stylisch und nachhaltig sehr gut zusammen passen. Und zu verstehen, dass es um das Gute, nicht das Perfekte geht: um kluge Entscheidungen, zu tun, was man kann und was zu einem passt. Ich möchte mit diesem modernen Guide das grüne und ethische Leben mit Spaß und Machbarkeit füllen. Es gibt die richtigen Adressen, wunderschöne Marken, inspirierende Einblicke, überraschende Fakten und nützliche Lösungen – all das, was du brauchst. Es geht darum, dass man etwas Gutes tut und sich gleichzeitig gut fühlt. Geht es noch besser?

Du liebst es feministische Inhalte mit Fair Fashion Facts zu verbinden. Warum sollten alle Feminist*innen Fair Fashion Warriors sein?

Dafür gibt es so viele Gründe. Mode verbindet uns auf so persönliche Art und Weise. Einige Zahlen sagen, dass 80 Prozent der Menschen in der Modeindustrie weiblich sind. Sie machen die Kleidung und wir tragen sie. Unsere Kleidung wird von Hand genäht und durch die Nähte berühren sich unsere Körper. Oft werden Frauen in der Textilindustrie ausgebeutet, um Profite zu erzielen. Und sie sind nicht die einzigen.

Der Druck gut auszusehen, hält uns davon ab wirklich Gutes zu tun. Nichts von all dem, was wir kaufen, kann unseren Selbstwert oder unsere Liebe zu uns steigern. Die konventionelle Modeindustrie (aber auch Beauty, Technik, Sport und Ernährung) bemüht sich darum uns zu trennen. Sie wollen uns glauben lassen, dass wir nicht gut genug sind. Nicht hübsch genug. Deine Haut ist nicht weich, strahlend oder hat nicht den richtigen Farbton. Du bist nicht schlank genug. Du trägst nicht die richtige Kleidung oder bist nicht trendy. Die Ideale, nach denen wir leben sollen, sind total limitierend. Kurz gesagt: Du siehst nicht so aus, wie du aussehen solltest. Nur wenn du kaufst, wirst du dazugehören.

Viele dieser Aussagen sind bewusst gewählt, um uns schlecht fühlen zu lassen, damit die Unternehmen uns eine Lösung anbieten können: ihre Produkte. Wir wissen, dass das nicht funktioniert. Und doch versuchen wir es immer wieder. Und wir werden nicht nur in ein Problem hinein geredet – mit entsprechender Lösung, die nicht funktioniert. Wir werden auch ausgetrickst, indem wir unaufhörlich immer mehr kaufen sollen, was es quasi unmöglich macht wirklich nachhaltig zu leben. Diese Kommerzialisierung unseres Körperbildes ist das Kernproblem unser Verhalten zu ändern. Wir müssen sehr aktiv begreifen, was die Industrie uns versucht einzubläuen, und immer wieder widerstehen, um beides zu retten – uns und den Planeten.

Natürlich kann man diesen Umstand und unser privilegiertes Leben nicht mit der strukturellen Benachteiligung und schlechten Behandlung der Arbeiter*innen vergleichen. Aber denk bloß nicht, dass du fair behandelt wirst. Es ist Zeit aufzustehen und für faire und feministische Rechte zu kämpfen.

Was bedeutet für dich „gut“?

Respekt für Mensch und Umwelt zu haben. Dass man etwas so behandelt, wie man selbst gerne behandelt werden möchte. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – keine Lohnungerechtigkeit mehr. So wenig Schaden, wie möglich anzurichten. Gleichberechtigung, Frauenrechte, Artikel 1 der Menschenrechte. Dein Potenzial zu erkennen, die Möglichkeit und das Privileg dich verändern zu können. Eine Schokolade zu kreieren, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch noch gesund ist.

© Melody Lieftink

Warum sind gute Dinge so wichtig?

Weil sie das Gegenteil der schlechten Dinge sind. Und weil wir alle so viel Glück haben. Ich bin in den Niederlanden geboren und kann in diesem wohlhabenden Teil der Welt durch Zufall leben, mit einer wohlhabenden Wirtschaft, einem guten Klima, Menschenrechten, Frauenrechten, Demokratie. Ich habe nichts dafür getan all das zu bekommen. Nichts. Es wurde mir einfach gegeben. Also habe ich auch nicht mehr Anspruch darauf als jede*r andere. Ich verdiene es nicht mehr. Ich hätte genauso gut irgendwo anders leben können und unsere Shirts nähen können, unsere Sneakers produzieren oder unser Shampoo verpacken. Diese Vorstellung hat das, was ich tue, sehr geprägt. Ich möchte all das, was ich gegeben bekommen habe dazu nutzen dieses Gefälle etwas fairer zu gestalten. Auch, wenn es nur ein kleines Stückchen ist. Ich bin in der Lage mein Lebenswerk dem zu widmen, so viel positive Veränderung wie nur möglich zu schaffen. Also sollte ich das auch tun. Wir alle haben das gleiche Recht auf die guten Dinge. Deswegen bedeutet es etwas.

Was muss sich verändern, damit faire Mode noch bekannter wird?

Wir brauchen Gesetze, die es kriminalisieren Gewinne basierend auf Ausbeutung zu machen. Warum ist es legal, unsere Shirts, Röcke und Schuhe so zu produzieren, dass es Menschen und unseren Planeten misshandelt, aufbraucht und zerstört? Wie kann es sein, dass diese Produkte überhaupt auf unseren Märkten erlaubt sind? Warum akzeptieren wir weiterhin, dass unsere Kleidung irgendwo anders so gemacht wird, wie wir es bei uns niemals akzeptieren würden? Warum ist es bei ihnen okay, aber nicht bei uns? Wir brauchen so schnell wie möglich internationale Gesetze, die gleiche Rahmenbedingungen schaffen, die den Zugang zu unseren Märkten regulieren und ausbeutendes Verhalten kriminalisieren.

Was sind deine All Time Favorits?

Jede Marke, die Tabus bekämpft und nur das produziert, was wirklich notwendig ist, verkauft uns Dinge, die uns glücklich machen. Und wir kaufen nur, wenn wir es wirklich brauchen. Das ist ethisch und glaubwürdig, stylisch und nachhaltig,

Wer oder was inspiriert dich?

So viele tolle Frauen! Ich könnte niemals alle aufzählen, auch wenn ich gerne wollen würde. Freiheitskämpfer*innen wie Jameela Jamil, Bethany C. Meyers,Katrin Jakobsdóttir, Harnaam Kaur, Ruth Bader Ginsberg, Polly Higgins, Oprah Winfrey, Rachel Cargle, Alexandria Ocasio-Cortez, Jacintha Ahern, Ruthie Lindsey und viele mehr.

Liebe Marieke, vielen Dank für deine spannenden und inspirierenden Gedanken.

Beitragsbild: © Melody Lieftink

Fashion Changing News #4: Forever 21’s Skrupellosigkeit & ein neues Frauen*netzwerk

Worüber die (faire) Modebranche im April gesprochen hat, haben wir in unseren Fair Fashion News für euch zusammengefasst.

Forever 21 und die Skrupellosigkeit von Fast Fashion

Mitten in der Fashion Revolution Week postet Forever 21 India im Instagram-Feed ein Etikett mit dem Schriftzug: „I probably won’t wear this dress again because it’s already on my Instagram.“ Und darunter: „Made in China. 100% Fast Fashion“. Unter dem Post sammeln sich empörte Kommentare. Das Ironische an der Sache ist, dass das Etikett nicht etwa von Forever 21 selbst kommt, sondern von der Künstlerin Elizabeth Thilling von Project Stop Shop, die mit ihrer Arbeit Kritik am System Fast Fashion ausübt (absolute Instagram-Empfehlung!). Offensichtlich haben sich die Social Media Manager*innen von Forever 21 India von dem Slogan direkt angesprochen gefühlt und das Bild gleich mal in den eigenen Feed mit der Caption „Now let’s be honest here…“ aufgenommen.
Selbstironie? Selbstkritik? Schlechter Humor? Was auch immer da hinter den Kulissen (schief)gelaufen ist: Indien ist nach China und Bangladesch der größte Textilexporteur und beliefert uns tagtäglich mit Fast Fashion, die auf dem Rücken von billiger Lohnarbeit ausgetragen wird. Alles damit wir hier, am anderen Ende der Kette, das Kleidungsstück – nur für den Kick, für den Augenblick – auf Instagram posten können, Likes abkassieren und es danach nie wieder tragen. Die künstlerische Arbeit und Systemkritik von anderen für die eigenen Zwecke zu missbrauchen – egal, ob auf einem Statement-Shirt oder im Social Media-Feed -, verdeutlicht einmal mehr, dass Fast Fashion ein ignorantes und respektloses Business ist, das davon lebt, sich die Arbeit von anderen anzueignen.

Ein Kommentar von der Künstlerin Elizabeth Thilling von Project Stop Shop auf Instagram:

Fashion Revolution Week Rückblick – zwischen Impact und Nische

Während Forever 21 Fast Fashion produziert und Menschenrechte verletzt, haben vom 22. bis zum 28. April über 90 Länder an der Fashion Revolution Week teilgenommen und sich für eine gerechtere und fairere Modeindustrie eingesetzt. Auch in Deutschland fanden unzählige Aktionen und Events statt und Fashion Revolution war online und offline gefühlt lauter als im letzten Jahr. Dass wir trotzdem noch einen langen Weg vor uns haben, zeigen die Teilnehmer*innenzahlen an den Demonstrationen in Berlin und Hamburg, zu denen insgesamt circa 500 Menschen kamen.
Klar, die Stimmung war großartig und jede Stimme zählt. Trotzdem müssen wir uns immer wieder fragen, wie wir außerhalb der Filterblase Menschen mobilisieren können, die sich uns im Kampf für eine bessere Modeindustrie anschließen. Auch wenn die Fashion Revolution Week offiziell vorbei ist, ist es wichtig, dass wir weiterhin das Gespräch mit anderen suchen und Modebrands in ihre Verantwortung nehmen.

Demonstration Fashion Revolution -The Move in Berlin 27.4.19
Knapp 350 Menschen kamen zur Demonstration „Fashion Revolution – The Move“ in Berlin am 27.4.19 / (c) Foto: Laura Mitulla

Fashion Revolution Week Rückblick – immer mehr Labels geben Informationen über Lieferketten preis

Just in time for Fashion Revolution, wurde übrigens der Fashion Revolution Transparency Index 2019 veröffentlicht, der die 200 größten Modebrands mit einem Jahresumsatz von 500 Millionen US-Dollar hinsichtlich ihrer Transparenz prüft. Die Ergebnisse zeigen, dass sich hier ein wenig was tut: So konnte bei der Offenlegung von Informationen zu den Lieferketten eine Steigerung von 4% bei den im Jahr 2018 150 befragten Unternehmen festgestellt werden. Am besten abgeschnitten haben mit 64% Adidas, Reebok und Patagonia, dicht gefolgt von Esprit und H&M. Gut zu wissen: Der Index richtet sich nach den zur Verfügung gestellten Informationen der Unternehmen hinsichtlich sozialer und ökologischer Richtlinien und trifft keine Aussage über die eigentliche soziale und ökologische Performance.
Dass Unternehmen endlich anfangen, ihre Lieferketten aufzuschlüsseln und sich ein Bild ihrer undurchsichtigen Zuliefererketten machen, werten wir als einen wichtigen Schritt Richtung Verantwortung. Alle Ergebnisse vom Fashion Revolution Transparency Index 2019 gibt es hier.

#fairbylaw oder das Ende der Freiwilligkeit

Am 24. April ist Lisa Jaspers Petition, die sie vor einem Jahr gestartet hat, in die 2. Auflage gegangen. Damit wir die deutsche Bundesregierung dazu auffordern können, ein Gesetz zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten für in Deutschland ansässige Unternehmen zu verabschieden, brauchen wir richtig viele Unterstützer*innen. Das nächste Ziel – 150.000 Unterschriften – ist in greifbarer Nähe. Nur, wenn viele die Petition unterschreiben, schaffen wir es, dass die Politik die Problematik nicht mehr länger wegignorieren kann. Deshalb: Unterschreibt die Petition jetzt (dauert circa 59 Sekunden), teilt sie mit Freund*innen, Kolleg*innen und Familie. Was ein solches Gesetz bedeuten würde, haben wir hier für euch zusammengefasst. Grafiken und weiteres Material zum Teilen findet ihr auf unserer Modeaktivismus-Seite.

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The Slow Label – Fair Fashion von Anna-Laura Kummer

Es gibt ein neues Modelabel am Fair Fashion-Himmel: Mit The Slow Label hat Bloggerin Anna-Laura Kummer ein Basiclabel gegründet, das auf Pullover und T-Shirts im minimalistischen Design setzt. Genäht werden die Basics in einer von der Fair Wear Foundation auditierten Fabrik in Bangladesch, bedruckt werden sie von Hand in Deutschland. Mehr Informationen über die Produktion findet ihr hier.

 

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Mindful Women – ein Netzwerk für Frauen* mit nachhaltigen Projekten

Wenn sich kreative Köpfe vernetzen, kann nur Großartiges daraus entstehen. Stina Spiegelberg, TV-Köchin und Buchautorin, und Sylvie Tittel, nachhaltige Grafikdesignerin, haben im April ihr Netzwerk Mindful Women gelauncht. Dahinter steckt ein Netzwerk, das Frauen aus der Nachhaltigkeitsszene offline und online vernetzt und so ihre private und berufliche Weiterentwicklung fördern möchte. Der Auftakt fand am 27. April auf der Messe Fair Handeln in Stuttgart statt, wo Gründerinnen zum Erfahrungsaustausch zusammenkamen und die 1. Ausgabe des Mindful Women-Magazins feierten, das zehn beeindruckende Fempreneurs vorstellt und kostenfrei als Download erhältlich ist. Was das Netzwerk sonst zu bieten hat, erfahrt ihr hier.

Mindful Women Get Together
Das erste Mindful Women Get-Together fand in Stuttgart im Rahmen der Fair Handeln statt. / (c) Foto: Katharina Till

Was waren eure Fair Fashion News-Highlights im April?

 

#fail – wie wir übers Scheitern sprechen

Etwas, das uns schon länger umtreibt, ist das Thema des Scheiterns. Und weniger existentiell gesagt: wie wir mit #fails – also dem, was so schiefgeht – nach außen hin umgehen und darüber sprechen.

Nach einem unserer letzten Fashion Changers Community Talks – ein One-on-One-Interviewformat mit Content Creators aus der Community – kam hinterher eine Bloggerkollegin auf uns zu und meinte: „Das ist ja alles ganz interessant gewesen, aber irgendwie sprechen die Leute nur über das, was gut läuft und nicht über das, was nicht funktioniert.“

Auch wir spüren im Gespräch mit anderen oftmals einen leichten Widerstand, wenn es um die nicht so schönen Dinge geht. Und wenn einen andere fragen, wie es beruflich so läuft, ist das auch nicht immer so einfach zu beantworten. Denn natürlich läuft nicht immer alles rund hinter den Kulissen, aber wie können wir darüber reden, ohne uns selbst als Loser zu fühlen?

Dass das Wort „Scheitern“ viele von uns auf unterschiedlichste Art und Weise triggert, zeigte sich im diesjährigen Community Talk während der Fashion Week, wo wir uns mit jedem Interview einer alternativen Bedeutungszuweisung des Begriffs des Scheiterns genähert haben. Unsere Gäste in dieser Saison: Jennifer Hauwehde vom Nachhaltigkeits-Blog „Mehr als Grünzeug„, die auch Contributorin des Fashion Changers Magazins ist; Angela Dorn vom Blog „Angeladoe“ und Podcasterin bei „Herzwärts“; Rebecca Randak vom Yoga-Blog „Fuck Lucky Go Happy“ und Podcasterin bei „Heiliger Bimbam“ und Louisa Dellert, ihres Zeichens Aktivistin und Nachhaltigkeits-Influencerin.

„Ich glaube nicht daran, dass wir die ganze Zeit scheitern.“ – Jennifer Hauwehde

Fashion Changers-Mitgründerin Jana Braumüller (links) spricht mit Jennifer Hauwehde von „Mehr als Grünzeug“ übers Scheitern. Foto: © Melanie Hauke

Jenni vom Blog „Mehr als Grünzeug“ glaubt nicht daran, dass wir die ganze Zeit scheitern, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Für sie sind es eher kleine Rückschritte oder Umwege, die wir gehen, wenn nicht alles immer perfekt läuft. Wichtig sei es, niemanden aufs Podest zu heben – es gibt keinen perfekten (umweltbewussten) Menschen. Wenn wir diesen Anspruch aufgeben, gewinnen wir eine andere Perspektive darauf und trauen uns auch, den ersten Schritt zu gehen, meint Jenni. Helfen würde es auch, wenn man selbst öfter mal zeigt, dass nicht alles perfekt ist und so den Druck bei sich und anderen rausnimmt.
Als introvertierter Mensch musste Jenni lernen, dass es okay ist, etwas in sich gekehrter zu sein. Inzwischen hat sie Wege für sich gefunden, als ruhiger Mensch an einer Gesellschaft, in der das Ideal der Extrovertiertheit gilt, teilzunehmen und diese aktiv mitzugestalten. Nur weil laute und offene Typen omnipräsent sind, heißt das nicht, dass man durch das Anderssein scheitert, findet Jenni.

„Wir sollten mehr über Fehler und Verletzlichkeit sprechen.“ – Angela Dorn

Angela Dorn (rechts) spricht mit Fashion-Changers-Mitgründerin Vreni Jäckle darüber, wie es sich anfühlt, beruflich neue Wege einzuschlagen. Foto: © Melanie Hauke

Als Angela ihren Vollzeitjob als Bloggerin an den Nagel hing, konnte sie nicht anders, als wirklich offen darüber zu sprechen. Durch ihre Arbeit als Bloggerin habe sie dauernd versucht, ihr Äußeres zu optimieren, um dem Idealbild einer Bloggerin zu entsprechen. Da haben sich einige Dinge auch mal fake angefühlt. „Ich wollte ich sein“, sagt Angela zu ihrer Entscheidung, einen anderen beruflichen Weg einzuschlagen. Dass sie das Vollzeitbloggen eingestellt und einen Teilzeitjob angenommen hat, fühlte sich aber nicht nach Scheitern an, da es ja immer weiterging und dadurch besser wurde. Angela hat sich lange Zeit nicht getraut, das Thema Fair Fashion, für das sie sich immer mehr interessierte, nach außen zu kommunizieren, weil so der Druck größer wurde, alles perfekt machen zu müssen. „Wir sollten mehr über Fehler und Verletzlichkeit sprechen“, findet Angela.

„Wir scheitern oft an unseren selbst gesteckten Idealen.“ – Rebecca Randak

Woran man in der spirituellen Szene oft scheitert, bespricht Rebecca Randak (rechts) mit der dritten Mitgründerin Nina Lorenzen. Foto: © Melanie Hauke

Rebecca Randak hat, wie sie selbst sagt, mit ihrem Blog „Fuck Lucky Go Happy“, ihrem Podcast „Heiliger Bimbam“ und Yogaunterricht immer mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft und hadert damit auch mal. Auf Ninas E-Mail-Anfrage hin, ob sie zum Thema Scheitern sprechen möchte, ist sie erstmal in eine Abwehrhaltung gegangen: „Wieso, ich scheitere doch nicht!?!“, war Rebeccas erste Reaktion. Sie gesteht, dass sich da auch bei ihr, der von der Gesellschaft eingeforderte Leistungsdruck bemerkbar macht und der Anspruch an sich selbst, dass im beruflichen Bereich irgendwie alles laufen muss. „Wir scheitern oft an unseren selbst gesteckten Idealen“, findet Rebecca. Im Zuge des Selbstoptimierungstrends geht es Rebecca darum, wahrhaftig zu bleiben und herauszufinden, was einen selbst zufrieden macht anstatt hoch gesteckten Idealen, die in bestimmten Szenen vorherrschen, hinterher zu hängen. Gerade in der spirituellen Bubble stellt Rebecca fest, geht es oft darum, wer „nachhaltiger und veganer ist“ – einfach nur, weil das in der spirituellen Welt geltende Ideale sind, die aber nicht zwangsläufig die persönlichen sein müssen. „Wir sind alle ziemlich groß darin, uns selbst zu bescheißen. Wenn wir ehrlicher wären und uns verletzlicher zeigen würden, dann wären wir auch nachsichtiger mit uns selbst“, ist Rebeccas Tipp, um den Erwartungsdruck rauszunehmen. Wichtig sei es, sich nicht alle Themen auf einmal vorzunehmen, sondern zu schauen, wofür man sich einsetzen möchte, und Gleichgesinnte zu suchen.

„Scheitern ist für mich auch was Positives, weil man sich erstmal komplett davon löst, dass einem was unangenehm ist.“- Louisa Dellert

Louisa Dellert (rechts) erzählt, wie sie mit Fehlern umgeht. Foto: © Melanie Hauke

Die ehemalige Fitness-Bloggerin Louisa Dellert hatte irgendwann keine Lust mehr auf Fitness und interessierte sich privat zunehmend für das Thema Nachhaltigkeit. Auch beruflich hat sie sich nach und nach dahin entwickelt, wofür sie als reichweitenstarke Instagrammerin anfangs viel Gegenwind bekommen hat. Da sie sich selbst auch (noch) nicht perfekt mit Nachhaltigkeit auskennt, freut sie sich über konstruktive Hinweise aus ihrer Community. „Scheitern ist für mich auch was Positives, weil man sich erstmal komplett davon löst, dass einem was unangenehm ist. […] Wenn man das verinnerlicht hat, dann ist Scheitern auch nicht mehr unbedingt Scheitern.“ Viele Leser*innen finden es gut, wenn Louisa auch mal Fehler macht, weil sie sich damit identifizieren können. Für Louisa ist es okay, wenn man feststellen muss, dass es an manchen Stellen einfach nicht weitergeht und es Grenzen gibt – das hat für sie nichts mit aufgeben zu tun. Gerade in der Politik hatte Louisa früher das Gefühl, einfach nichts machen zu können und als Bürgerin in gewisser Weise limitiert zu sein. Seitdem sie sich regelmäßig mit Politiker*innen trifft, merkt sie aber immer mehr, das Themen in der Politik nur dann Gehör finden und zum Thema werden, wenn jede*r Einzelne*r die eigene Stimme erhebt. „Alles, was wir brauchen, ist etwas mehr Mut“, so Louisa.

Mehr Mut, weniger Angst

Der Talk zeigt, dass es viele verschiedene Weisen gibt, darüber zu sprechen, wie es ist, an die eigenen Grenzen zu stoßen. Fest steht auch, dass wir uns eine Gesellschaft wünschen, die es ermöglicht, dass wir uns offener, verletzlicher und ehrlicher im Umgang mit Ängsten und Herausforderungen zeigen – egal ob im privaten oder öffentlichen Bereich. Denn nur so entwickeln wir alle den nötigen Mut, um die Dinge in die Hand zu nehmen, und allgemein weniger Angst vorm #fail.

Den vollständigen Talk könnt ihr euch hier anschauen.

Was sind eure Gedanken zum Thema „Scheitern“? Teilt sie gerne mit uns!

Beitragsbild: © Melanie Hauke