5 Picks: ein Comeback, jede Menge Solidarität und Buchveröffentlichungen

Neuer Monat, neue Lieblingsteile. Wir haben unsere 5 Picks des Monats für euch. Egal, ob Kleidungsstück, ein ganz bestimmtes Accessoires, ein Produkt aus einem ganz anderen Bereich, vielleicht ein Buch (oder zwei oder drei) oder eine inspirierende Persönlichkeit – hier zeigen wir euch jeden Monat Dinge, die uns in den letzten Wochen über den Weg gelaufen sind und die wir für so schön/nützlich/kreativ/innovativ hielten, dass wir sie euch auf keinen Fall vorenthalten dürfen.

Janas Pick: The Scrunchie is back! Und ich könnte nicht glücklicher sein. Ich finde, dieses übergroße Haargummi aus den Neunzigern ist einfach eine mega Erfindung und wundervoll praktisch für meinen Alltag. Noch dazu nervten mich herkömmliche Haargummis am Arm bisher mehr, als dass sie mir Freude bereiteten. Das Scrunchie darf jetzt aber gerne auch als Extra-Accessoire herhalten. Ich habe das Gefühl, egal, wie ich mir damit die Haare hochbinde, es sieht irgendwie gut aus. Ich gebe zu, es kann sein, dass ich mir das nur einbilde und ein Großteil der Leute einfach denkt, oh Lord, warum trägt diese erwachsene Frau ein Haargummi aus ihrer Kindheit auf dem Kopf. Aber ich stehe dazu und lasse meinem inneren Kind jetzt einfach mal freien Lauf.

Dass die Scrunchies auch in der nachhaltigen Modeszene Einzug gehalten haben, ist kein Wunder. Sie eignen sich nämlich wunderbar für Stoffreste der Kollektion. So verpasst das Hamburger Label Jan ‘n June zum Beispiel Reststücken ein neues Leben in Form eines Scrunchies. Und auch von Lovjoi und Ivy & Oak besitze ich zwei Glücklichmacher. Alles aus Stoffresten der aktuellen Kollektionen produziert.

 

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Ninas Pick: Nachdem die Journalistin und Buchautorin Julia Korbik 2014 mit ihrem Buch “Stand up. Feminismus für Anfänger*innen und Fortgeschrittene” ein großartiges Buch über Feminismus vorlegte, gibt es nun eine aktualisierte Neuauflage. Denn in fünf Jahren hat sich einiges getan. Als Julia 2014 “Stand up” schrieb, wollte sie vor allen Dingen eines, wie im Vorwort der Neuauflage nachzulesen ist: “Feminismus von all den Klischees und Vorurteilen befreien, die so hartnäckig an ihm hafteten.” Damals begegnete es der Wahlberlinerin oft, dass ihr Gegenüber sich nicht als Feminist*in bezeichnen wollte oder Feminismus mit Männerhass gleichsetzte. Nun beobachtet sie, dass die Art und Weise, wie wir über Feminismus sprechen sich in den letzten fünf Jahren verändert hat, der Begriff immer öfter in den Medien auftaucht und auch dankend von Modeunternehmen aufgenommen wird (auch wenn wir hier oft das Phänomen “Femwashing” beobachten). Und dann ist da natürlich noch die #MeToo-Debatte, die öffentliche Diskussion über Abtreibung (aka §219a StGB), der Einzug der AFD in den Bundestag, das verstärkte Sichtbarmachen von nicht binären Geschlechtermodellen und damit zusammenhängend auch die hitzigen Diskussionen über gendergerechte Sprache in Kolumnen und Kommentarspalten, und und und. Und trotzdem oder genau deswegen gibt es viele Fragen, denen sich die Feminismus-Bewegung aktuell zu stellen hat. All das arbeitet Julia Korbik in der Neuauflage von “Stand up. Feminismus für alle” auf, gibt dieses Mal auch weiteren (nicht-weißen) Menschen Raum für ihre Erfahrungen, und zeigt, dass Feminismus uns alle etwas angeht. Unbedingt lesen!

Julia Korbik, Stand up. Feminismus für alle. 2019, Kein & Aber. Preis: 24,00 Euro – Transparenz: Wir haben ein kostenloses Rezensionsexemplar erhalten.

 

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Janas Pick: Ich habe es schon etliche Male betont: Ich bin ein Riesenfan von Crowdfunding-Kampagnen. Vielleicht, weil ich es einfach irre gute nachvollziehen kann, wenn jemand mit voller Leidenschaft sein Herzensprojekt voranbringen möchte und dabei nicht auf großes Kapital zurückgreifen kann. Die Power der Crowd ist dann eben manchmal notwendig. Und so habe ich vor einigen Wochen das Crowdfunding von DNA Merch unterstützt. Das erworbene Goodie kam diese Woche nach Hause geflattert. Ein Jutebeutel mit einer eindeutigen Botschaft. Ich brauchte zwar nicht wirklich einen weiteren Jutebeutel, aber diese Message wollte ich mir einfach nicht entgehen lassen: Fuck Charity, love Solidarity. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Außer dass es eine Regel bezüglich Jutebeutel bei mir gibt: Kommt einer ins Haus, muss ein anderer gehen.

Psst… Es läuft auch aktuell wieder ein Crowdfunding des Berliner Unternehmens gemeinsam mit INKOTA. Shirts 4 Change könnt ihr hier unterstützen.

Janas Pick: Ich besitze nicht sonderlich viele Kosmetikprodukte, dafür aber mittlerweile immer ausgewähltere. Ein All-Time-Favorite ist auf jeden Fall der wunderbar klärende Toner von Dr. Hauschka, der in den letzten Wochen tatsächlich etwas in Vergessenheit geraten ist, da ich ihn beim letzten Mal leeren nicht direkt nachgekauft hatte. Dr. Hauschka sei Dank (= PR Sample) ist er nun wieder in ständiger Anwendung und versorgt meine Haut mit pflegenden Nährstoffen. Das Gesichtstonikum klärt und reguliert die Haut und kann sogar über das Make-up als Auffrischung gesprüht werden, wie ich neulich lernen durfte. Ich bin auf jeden Fall hellauf begeistert und gebe diesen Toner so schnell nicht mehr her.

 

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Ninas Pick: Und noch ein Buch. Dieses Mal zum Schmökern für zwischendurch. Die Designerin und Illustratorin Franziska Viviane Zobel gibt über 100 praktische Tipps, wie wir die Zukunft positiv verändern können – etwa im Haushalt, am Arbeitsplatz und im Kleiderschrank. Und das alles mit Liebe illustriert, sodass man richtig Lust bekommt, endlich mal zu einem grünen Mobilfunkanbieter zu wechseln. Ein inspirierendes Praxisbuch für mehr Nachhaltigkeit im Alltag.

Franziska Viviane Zobel. Stell dir vor, die Zukunft wird wundervoll und du bist Schuld daran. 2019, Komplett Media. Preis: 16,00 Euro. Transparenz: Uns wurde ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

  

 

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Titelbild: PR, © Tesse Wilson/unsplash.com

Hinter den 2017 gegründeten FASHION CHANGERS stehen Vreni Jäckle, Nina Lorenzen und Jana Braumüller. Die Gründerinnen selbst kommen aus der Blogosphäre und bringen neben dem nötigen Know-How auch ein großes Netzwerk mit. Durch ihre eigene Arbeit in der Fair Fashion-Szene wissen sie, dass nachhaltige Mode den Sprung aus der Nische nur mit einer starken Community schaffen kann. #letschangethatfashiongame

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