Cool, chic oder Casual? Fair Fashion Labels für’s (Home) Office & darüber hinaus

Egal ob im Home Office, beim Spaziergang um den Block oder das nächste Freund:innen-Date im Park, diese Fair Fashion Labels zeigen, wie die Kombination aus lässig und chic bestens gelingt.

Maria Seifert 

Maria Seifert verzichtet auf Trends und ständig neue Kollektionen. Stattdessen definiert sie ihre clevere Basiskollektion regelmäßig neu und reichert ihre weichen, luftigen Kleider und Röcke andauernd mit neuen Farben und Materialien an. Auch bietet sie Hosen aus alten Saris an. Die Stoffe bekommt sie aus Indien, wo sie mit einer Frauenkooperative zusammenarbeitet. Auf ihrer Seite erklärt die gleichnamige Designerin, wie wichtig Upcycling ist – für die lokale Ökonomie, aber auch kultur-bedingt. In Bangladesch beispielsweise, soll gebrauchte Kleidung vor Unglück bewahren. Das glauben wir auch – ein schöner Vorwand, um sich eine bunte, einzigartige Culotte zu holen.

Bianca Saunders

Die britische Brand Bianca Saunders hat alles, was ein Label 2021 mitbringen sollte: Überraschungsmomente, Persönlichkeit und jede Menge kreativen Charme. Die gleichnamige Designerin lässt in ihre zeitlosen, und dennoch innovativen Entwürfe ihr eigenes biografisches Spannungsfeld einfließen. So drehen sich all ihre Designs um Tradition und Weiterentwicklung, klassische Streetwear und große Avant-Garde Couture. Egal ob T-Shirt oder Trenchcoat – jedes Kollektionsteil beweist Saunders unglaublichen Stil, der von ihrer britischen und westindischen Herkunft geprägt ist. Angetreten ist Bianca Saunders als Menswear-Label. Wir finden jedoch, das können (und sollten) alle tragen.

Helena Harfst 

Anna-Lisa Helena Harfst sehnte sich nach Kleidung, die in ihren vollgepackten Alltag als 4-fach Mama passt. Sorglos-Mode, wie sie es selbst nennt. Mit ihrem Label entwirft sie zeitlos schöne Looks, die man bei jeder Gelegenheit tragen kann. Mit natürlichen Stoffen und geradlinigen Designs bietet die Marke unkomplizierte Kleidungsstücke, in die mensch einfach hineinschlüpft und sich wohl fühlt. Helena Harfst zeigt, dass sich Komfort und Eleganz nicht ausschließen und greift auch gerne mal traditionelle, hessische Besonderheiten in ihren Designs auf.

© Helena Harfst

MaisonCléo 

Träumt ihr auch manchmal heimlich davon euer Home Office in einer schicken Pariser Wohnung einzurichten? Mit MaisonCléo bekommt ihr zumindest schon mal das Outfit, um die richtige Atmosphäre zu schaffen. Doch Geduld ist gefragt – das französische Label nimmt nur ein Mal pro Woche Bestellungen entgegen. Marie und Nathalie, das Mutter-Tochter Duo hinter der Marke, produzieren so 20 bis 30 Kleidungsstücke in der Woche – maßgeschneidert! Für ihre fließenden Silhouetten verwenden sie hauptsächlich Seide, Wolle und Baumwolle – alles Deadstock-Stoffe – und setzen diese gekonnt in Szene. Mit ihren bunten Pullovern und verspielten Blusen, zeigt MaisonCléo wie cool Nachhaltigkeit und Handwerkskunst sein können.

Silfir

Das Label Silfir hat es sich zur Aufgabe macht, die Modebranche zu vereinfachen. Nicht nur, weil sie so unglaublich komplex ist, sondern vor allem auch, weil die Menschen, die Mode konsumieren schlichtweg überfordert sind. Anstatt sich für die besser Alternative zu entscheiden, verharren sie deswegen in ihrer Situation, weil das oft die einfachere Entscheidung ist. Davon ist zumindest Silfir überzeugt. Genauso überzeugt ist das Label vom Guten im Menschen, das es mit seinem Ansatz an Mode versucht heraus zu kitzeln.

Dafür haben sie ihre sogenannte Workwear designt. Ein simples Outfit, das wir jeden Tag tragen können – egal, ob im Büro oder beim Treffen mit Freund:innen. Außerdem sind alle Teile zirkulär angelegt. Das heißt, sie können bei Rückgabe an das Label vollständig recycelt werden und zu neuem Garn versponnen werden.

 

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Setery

Setery macht Businesswear, die den Zeitgeist trifft. Das liegt sicherlich daran, dass die Gründerin von Setery vor allem Frauen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Sie will mit ihrer Mode nicht in Schubladen stecken und die Normen von Businessmode aufheben. Frauen sollen sich wohlfühlen, wenn sie zur Arbeit gehen, und darüber hinaus. Dafür setzt Setery auf ein minimalistisches Design und eine Capsule Wardrobe. Alle Teile sind untereinander kombinierbar und bieten so eine hohe Flexibilität. Beim Material setzt das Label vor allem auf Lyocell und Bio-Baumwolle, gefertigt wird in Deutschland.

Addition

Das brandneue Hamburger Label Addition macht Mode, die zwar voll im Trend liegt, aber saisonunabhängig weiterbestehen kann. Das Team rund um glore Hamburg und Wiebke Clef will zeigen, was mit nachhaltiger Mode möglich ist. Dafür setzen sie vor allem auf Kooperation statt auf Alleingang. Ihre Kollektionen entstehen deswegen gemeinsam mit anderen Labels und Marken. Die erste Schuhkollektion entstand zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Werner Schuhe. Es folgte eine coole Hip Bag und Anfang März 2021 eine fantastische erste Clothing Line. Diese wird nicht nur in Hamburg designt, sondern auch gefertigt.

j.jackman

Das in Berlin ansässige Label macht Mode für „Boss-Ladies“. Dafür setzen sie auf auffällige Farben, kluge Schnitte und Transparenz. Auch deswegen ist der Gründerin Jovan eine Produktion in Deutschland wichtig. Den Boss-Vibe zieht j.jackman auch komplett durch. So heißen die Kleider zum Beispiel „Lunchdate in London Dress“ oder „Say it like you mean it Dress“. Fakt ist: Mit diesen Kleidern solltest du nicht nur im Home Office sitzen!

Naditum

Zugegeben, eine Handtasche ist nicht das erste, wenn wir an einen (Home) Office Look denken. Aber dennoch soll dieses Label hier nicht fehlen. Naditum fertigt nachhaltige Handtaschen aus pflanzlich gegerbtem Leder. Der Leitgedanke des Labels: Female Empowerment. So arbeiten sie zum Beispiel in Portugal mit einer von einer Frau geführten Produktionsstätte zusammen. Naditum verkörpert die Idee einer sich stärkenden, weiblichen Gemeinschaft. Der Name ist ein altbabylonischer Begriff und bezeichnet eine Gemeinschaft von Frauen. Sie wurden aufgrund ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit und ihr Vordringen in damals männliche Bereiche als die ersten „Businesswomen“ bezeichnet. Kleiner Wermutstropfen: Auf diese Handtaschen müssen wir definitiv sparen!

 

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