Schatzkiste Instagram: 10 coole Fair-Fashion-Labels

Immer wieder fragen Fair-Fashion-Neulinge, aber auch lange Wegbegleiter*innen: Wo finde ich denn jetzt coole, neue Fair-Fashion-Labels? Die Antwort darauf lautet: auf jeden Fall immer bei Instagram.

Nirgendwo sonst laufen uns so viele neue Fair-Fashion-Labels über den Weg, wie auf der Social Media Plattform. Das Schöne: Durch die visuelle Wahrnehmung bekommt man immer auch gleich ein Feeling für die Brand, entdeckt absolute Geheimtipps und auch Macher*innen deren Marketingbudget noch nicht für die ganz großen Kampagnen reicht.

10 neu entdeckte Fair-Fashion-Labels

Wir öffnen heute unsere Schatzkiste für euch und stellen euch 10 Fair-Fashion-Labels vor, die uns in den letzten Wochen via Instagram über den Weg gelaufen sind. Habt ihr sie schon gekannt?

– Werbung (unbezahlt): Dieser Artikel enthält Links zu kommerziellen Webseiten –

birdsong

birdsong ist ein UK-Label, das nicht nur durch ein cleveres Made-to-Order-Prinzip auffällt, sondern auch durch ihre inklusive Größentabelle. Wenn Kleidung nur auf Bestellung hergestellt wird, ist dies natürlich auch leichter umzusetzen. Dennoch würden wir uns einen solchen Ansatz von noch mehr Labels wünschen. birdsong überzeugt sowieso durch komplette Transparenz. An den einzelnen Kleidungsstücken gibt es nicht nur alle Informationen zu den Materialien, sondern auch zu den Macher*innen.
Das sieht dann zum Beispiel so aus:

“Your new favourite dress will be cut and sewn by Fateha, Malika and the gang at Stitches In Time community arts charity in Limehouse.  Our postage and packaging is carried out by adults with learning disabilities in Kentish Town, and all orders will go out via Royal Mail First Class.”

Auf ihrem Instagram-Account leisten sie außerdem hervorragende Aufklärungsarbeit und stellen vor ihre Mode immer wieder andere Themen rund um Frauenrechte, Gerechtigkeit und soziale Verantwortung. We like!!!

 
 
 
 
 
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Neumühle

Das Schweizer Fair-Fashion-Label Neumühle hat nicht nur eine sehr sympathische Gründungsgeschichte, sondern überzeugt auch durch soziale und ökologische Verantwortung. Mutter Edith ist für die hauseigene Häkel-Kollektion zuständig, während sich Sohn Andreas um die Entwicklung neuer Produkte kümmert. Ansässig sind sie in dem beschaulichen Tal Neumühle, das dann auch gleich mal Namensgeber wurde.

Das Sortiment ist überraschend vielfältig: Von coolen Caps über Swim- und Activewear aus Econyl bis hin zu Rucksäcken und Taschen ist alles dabei. Viele der Produkte werden in Zusammenarbeit mit Organisationen gefertigt, die insbesondere marginalisierte Gruppen fördern. Weiterer Pluspunkt: Eure Swimwear könnt ihr bis zu fünf Jahre kostenfrei reparieren lassen.

 
 
 
 
 
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Fanfare (ehemals Fabric For Freedom)

Fanfare ist ebenfalls eine in UK ansässige Brand, die sich vor allem gegen moderne Sklaverei und Armut, erzeugt durch die Textilbranche, stellt. Dabei setzen sie gleichermaßen auf ökologlische und Re- bzw. Upcycling-Materialien. Die Plattform bietet verschiedenen Fair-Fashion-Labels die Möglichkeit sich zu positionieren. Grundvoraussetzung: eine ethische Produktion.

Außerdem veranstaltet Fanfare regelmäßig Events und klärt im firmeneigenen Blog über viele verschiedene Nachhaltigkeitsthemen auf.

 
 
 
 
 
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Salzwasser

Salzwasser produziert nicht nur ökofaire T-Shirts, Hoodies und Accessoires, sondern hat auch einen sehr ganzheitlichen Ansatz an Unternehmenspolitik. Bei dem Label aus Hamburg steht nicht Wachstum an erster Stelle, stattdessen verfolgen sie unternehmerische Ansätze, „um Geldströme im Sinne des Meeres-, Küsten- und Umweltschutzes sinnvoll zu lenken.”

Ihre Kommunikation ist auffallend transparent und systemkritisch. Über jeden einzelnen Schritt ihrer Produktion informieren die Gründer Jan und Lennart auf ihrer Webseite. Außerdem findet sich dort ein großes Angebot an Informationen rund um Meeresschutz und nachhaltiges Wirtschaften.

 
 
 
 
 
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Gnana

Das Fair-Fashion-Label Gnana fertigt wunderschöne Kleidung, um Weiblichkeit, Einfachheit und die Natur zu feiern. Die Produktion erfolgt ausschließlich in Rumänien in Produktionsstätten, die sie, nach eigenen Angaben, alle persönlich kennen. Außerdem wird lediglich in sehr kleinen Auflagen produziert, um eine Überproduktion zu vermeiden.

Mehr als die Hälfte der Stoffe kommt aus unverkauften Restbeständen, weitere 40 Prozent der Materialien werden direkt vor Ort in der Nähe von Bukarest, Rumänien gefertigt. Das Label verzichtet komplett auf Polyester und Nylon.

 
 
 
 
 
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N’go

Wie wichtig die Förderung traditioneller Handwerkskunst ist, können wir nicht oft genug betonen. Umso besser, wenn es sich Fair-Fashion-Labels zur Aufgabe machen genau diese in ihre Produkte einfließen zu lassen bzw. ihre Produkte so designen, dass, oftmals marginalisierte, indigene Gruppen ihre traditionelle Kunst weitertragen können. Sie tragen damit aktiv dazu bei, dass altes Kulturerbe bewahrt werden kann.

Der Schuhhersteller N’go tut genau das in Vietnam. Zusammen mit 15 Frauen der White Thai Minority in den Provinzen Nghe An und Hoa Binh entwickeln sie Schuhe, die die alte Webtradition weiterträgt. So trifft französisches Sneakerdesign auf vietnamesische Webkunst. Auch der Rest des Schuhs wird unter fairen Bedingungen in Vietnam gefertigt. Die Ledervarianten sind mit chromfrei gegerbtem Leder ausgestattet, die Sohlen bestehen aus Naturkautschuk. Ganz neu ist auch eine vegane Linie, die komplett aus Textil und Naturkautschuk besteht. On top gibt es einen Recyclingservice für ausgediente Schuhe.

 
 
 
 
 
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StudioKôr

StudioKôr bietet Secondhand- und Vintagemode auf sehr hohem Niveau an. Die Gründerin Laura Pauswang will zeigen, dass ein nachhaltiger Ansatz an Mode auch sehr trendbewusst und modern sein kann. StudioKôr fokussiert sich in der Auswahl der Vintagesstücke auf zeitlose Klassiker und schlichte Formen.

 
 
 
 
 
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Rakkit

Sportkleidung ist ja immer so ein Ding. Klar gibt es im nachhaltigen Bereich viel Yoga- und Swimwear. Aber was ist eigentlich mit anderen Sportarten? Wie zum Beispiel Tennis? Genau das muss sich wohl auch der Gründer von Rakkit Can gedacht haben. Deswegen ging er das Thema kurzerhand selbst an und produziert nun T-Shirts, die perfekt zum Training auf dem Platz, aber auch fürs Laufen oder Gewichtheben gemacht sind.

Cans Mission ist klar: Er möchte dazu beitragen, dass die Meere vom Plastikmüll befreit werden. Sein Ansatz läuft deswegen über dieses Shirt, das aus Econyl gefertigt wird. Produziert wird in Österreich. Außerdem arbeitet Rakkit mit der NGO Healthy Seas zusammen, um noch mehr Impact in Sachen Meeresschutz leisten zu können.

 
 
 
 
 
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BYADÈLE

Der Newcomer unter den Fair-Fashion-Labels: BYADÈLE setzt auf Langlebigkeit und eine hochwertige Verarbeitung, sodass die wunderschönen Stücke am besten von Generation zu Generation weitergegeben werden können. Das Label möchte radikale Transparenz üben und zeigt deswegen auf seiner Webseite, wie sich die Preise zusammensetzen und wo produziert wird. Gespickt mit kleinen, persönlichen Geschichten lässt es die Kund:innen eintauchen in die Prozesse hintern den Kleidungsstücken.

BYADÈLE hat wirklich sehr besondere Kleider, Blusen und sogar hochzeitstaugliche Stücke in ihrer bewusst saisonlosen Kollektion. Eine wunderschöne Instagram-Neuentdeckung!

moot

Ebenfalls ein Newcomer aus der Hauptstadt: moot steht für „made out of trash“. Und das Label nimmt das durchaus wörtlich. Ihr erstes Produkt: Ein cooles T-Shirt aus alter Bettwäsche. Dafür verwerten die Macher:innen aussortierte zum Wegwerfen verdammte Baumwoll-Jersey-Bettwäsche und fertigen daraus astreine Shirts, die allesamt direkt in Berlin produziert werden.

Mit diesem Ansatz entstehen sogenannte Massenunikate. Alle Stücke sind durch den Upcyclingprozess einzigartig, aber in Schnitt und Verarbeitung gleich. Überzeugend!

Habt ihr neu entdeckte Fair-Fashion-Labels, die man unbedingt kennen sollte?

Im nächsten Leben wird Jana Motivationsrednerin und Politikerin. Jetzt schreibt sie als freie Journalistin am liebsten über feministische Themen, Nachhaltigkeit und Politik. Jana hatte als einzige Fashion Changers Co-Gründerin nie wirklich einen Modeblog, dafür aber ein feministisches Online-Magazin namens Not Another Woman. Sie bespielt seit 2015 leidenschaftlich alle möglichen Formen von Medien - vom Podcast bis hin zur Insta Story. Jana glaubt an Echtheit, Community-Power und die Macht der eigenen Stimme. Und möchte möglichst viele dazu inspirieren, diese auch zu nutzen. #fashionispolitical

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