Nachhaltige Swimwear: Fair-Fashion-Bademode für den Sommer

Damit ihr diesen Sommer nicht nur gut ausseht, sondern auch auf faire Produktionsbedingungen und ökologische Materialien achten könnt, haben wir hier für euch: die beste nachhaltige Bademode. Der nächste Strandurlaub kann kommen!

Es ist Sommer und wir können uns wieder ins kühle Nass werfen – oder einfach nur die Sonne auf Balkonien genießen. Für alle, die dabei nicht nur gut aussehen, sondern auch auf faire Produktionsbedingungen und ökologische Materialien achten wollen, haben wir in diesem Guide die beste nachhaltige Bademode zusammengestellt.

© PR, Mymarini, Foto: Christin Schwarzer

Mymarini

Mymarini steht für fair produzierte Bademode: Die Badeanzüge und Bikinis des Swimwear-Labels aus Hamburg eignen sich vor allem für den Ritt auf der nächsten Surfwelle und kommen in ansprechenden Farbvarianten daher. Neben nachhaltiger Bademode gibt es auch schöne Strand-Loungewear und nützliche Accessoires wie Hüte oder Körbe. 

Für die Bademode arbeitet Mymarini mit dem regenerierten Nylongarn ECONYL®, mit TENCEL™ Lyocell-Fasern, mit Garnen aus GRS-zertifiziertem, recyceltem Polyester sowie unter anderem für die Logotags auch mit Virgin Nylon. Die Garne und Logotags werden in Deutschland hergestellt. 

Die Produktionspartner und Lieferanten von Mymarini sind in Europa ansässig, so auch die frauengeführte Produktionsstätte in Kroatien, die seit September 2021 alle Swimwear-Designs des Labels fertigt.

Boochen

Bei Boochen steckt die Liebe zum Meer bereits im Namen, denn “boo” steht für “blue ocean obsessed”. Mit der Liebe zum Surfen fing für das in Hannover ansässige Label alles an. Und: mit dem Wunsch, bessere nachhaltige Bademode für Surferinnen zu entwerfen, die nicht nur auf dem Wasser perfekt sitzt, sondern auch am Strand zum Entspannen einlädt. Mit dem Anspruch, “den am besten sitzenden Bikini mit dem schmeichelhaftesten Aussehen” anzubieten, sind deshalb alle Bikinis von Boochen mit verstellbaren Schiebern ausgestattet, sodass sie zum Beispiel während des Wassersports eng anliegen oder am Strand lockerer eingestellt werden können.

Wer den eigenen Bikini oder Badeanzug am liebsten einfarbig in leuchtenden Farben mag, wird hier ebenso fündig wie Liebhaberinnen von ausgefallenen, fröhlichen Mustern. Die Bikinis sind zudem wendbar, sodass auch mit dem Modell der Wahl der Look je nach Stimmung verändert werden kann. 

Das Swim- und Surfwear-Label arbeitet für die Swimwear mit ECONYL® und für mehr Elastizität und Haltbarkeit mit LYCRA® XTRA LIFE™. Produziert wird in einer Näherei mit rund 15 Mitarbeitenden in der Nähe von Hongkong.

Essentials For Zula

Inspiriert von entspannten Sommertagen und der Natur entwirft Essentials For Zula neben Unterwäsche, Yogawear und coolen Basics auch schöne Swimwear. Die zeitlosen Designs werden von Essentials For Zula in kleinen Stückzahlen lanciert, mit dem Anspruch, erschwinglich, bequem und langlebig zu sein.

Das Tochter-Vater-Label arbeitet zwischen Österreich und Thailand, wo Gründerin Delie gemeinsam mit ihrem Vater Felix an der Umsetzung ihrer Vorstellungen von sommerlicher Slow Fashion arbeitet. Produziert wird bei Essentials for Zula im eigenen Familienbetrieb in Thailand nach den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), wie es auf der Website heißt. Auch die Materialien werden alle in Thailand bezogen, gewebt und gefärbt. Nachhaltig sind die Materialien, die Essentials For Zula ntzt, bis auf eine GOTS-zertifizierte Unterwäschelinie noch nicht, aber auch das soll sich in Zukunft noch ändern.

Oy Surf Apparel

Oy Surf Apparel macht hochwertige Swimwear, Surfbikinis, Yoga- und Activewear sowie Accessoires. Mit der Erkenntnis, dass es in Sachen Surfwear noch Nachholbedarf gibt, startete das Label 2012 zwischen der Schweiz und Bali. Der Anspruch: Funktionalität ohne Kompromisse beim Design. So wird gut sitzende Bademode entworfen, die auch beim Surfen an ihrem Platz bleibt und den Ansprüchen eines aktiven Lebensstils gerecht wird.

Seit 2020 leiten die Geschwister Zelia und Dario Zadra, die selbst begeisterte Surfer*innen sind, Oy von Zürich und Berlin aus. Nachdem die Designs zunächst auf Bali produziert, die Stoffe aber aus Europa bezogen wurden, produziert Oy mittlerweile in einem kleinen Familienbetrieb in Portugal, um die Transportwege der Materialien und Produkte zu reduzieren. Die Stoffe, die Oy für die Surf-Bikinis und Leggings verwendet, sind größtenteils aus recyceltem Garn wie ECONYL® und recyceltem Polyester hergestellt.

Now_Then

Das Label Now_Then steht für minimalistische und doch einzigartige Schnitte. Ihre nachhaltige Bademode macht schon beim Anschauen Spaß und lässt keine Wünsche offen. Edle Farben und schöne Details runden das Konzept ab. Begleitet wird die jeweilige Kollektion immer von kleinen Stories, die verschiedene Aspekte in den Fokus rücken. Gefertigt wird die Swimwear aus ECONYL®.

© PR, Inaska

Inaska

Das Label Inaska hat sich auf funktionale und ästhetische Swim- und Activewear spezialisiert. So entsteht unter anderem gut sitzende, langlebige Bademode, die sich nicht nur hervorragend zum Sonnenbaden eignet, sondern auch bei sportlichen Aktivitäten im Wasser einiges aushält. Die Bikinis und Badeanzüge werden in Deutschland designt und in einem Familienbetrieb in Portugal aus ECONYL® gefertigt.

Clō

Clō macht wunderschöne Slow Fashion made in Spain. Im Sortiment des 2018 von der Designerin Ariadna Garrido gegründeten Labels finden sich neben Lingerie, Bekleidung, Yoga- und Pilateswear auch eine Auswahl an nachhaltiger Swimwear, welche allesamt im eigenen Studio in Barcelona gefertigt werden. Die Materialien, mit denen Clō arbeitet, werden in Spanien, Frankreich, Italien und Belgien hergestellt, darunter ECONYL®, ECOLIFE®, GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle, Bio-Leinen und TENCEL®.

Die Designs des Labels bestechen durch eine fantastische Farbauswahl und viele der Teile können miteinander kombiniert werden, um den eigenen Lieblingsstyle zu kreieren.

bleed

Das Label bleed aus Oberfranken steht für nachhaltige Casual-Mode und Sportswear. Und auch im Bademodenbereich haben sie einiges zu bieten. Neben Bikinis und Badeanzügen für Frauen haben sie, im Gegensatz zu vielen anderen, auch nachhaltige Bademode für Männer. Die Swimwear von bleed wird ebenfalls aus Econyl® hergestellt.

 

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Lemlem

Lemlem ist die Ethical Fashion Brand des Supermodels Liya Kebede. Neben Ready-to-wear und Accessoires bietet Lemlem ihren Kund*innen auch eine Auswahl an farbenfrohen und gemusterten Badeanzügen sowie Bikinis an.

Die gebürtige Äthiopierin Liya Kebede gründete ihr Label 2017 mit der Motivation, das traditionelle Handwerk in Äthiopien und später in ganz Afrika zu erhalten und mit ihren Kollektionen von der Kunstfertigkeit des Kontinents zu erzählen. Dafür werden beispielsweise viele Materialien für die Kleidung direkt vor Ort bezogen. Für die Bademode wiederum verwendet Lemlem die Kunstfaser REPREVE®, die durch Recycling gebrauchter Kunststoffe hergestellt wird, und ECONYL®. Produziert werden die Designs in einem Handwerksbetrieb in Äthiopien sowie in kleinen Bekleidungsfabriken in Kenia und Marokko.

 

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Anekdot

Anekdot aus Berlin macht nicht nur besondere und faire Unterwäsche, sondern auch schönste nachhaltige Swimwear – erhältlich in limitierten Editionen, denn für viele Stücke vertraut das Label neben Q-Nova® mit Roica™ Recycling-Spitze auf überschüssige Materialien aus Produktionsresten, End of Lines, Verschnitte, Deadstock und Vintage-Trimmings. Für die Bikinis und Badeanzüge verwendet Anekdot unter anderem ECONYL®. Die Modelle bestechen durch raffinierte Details und eine breite Farbpalette. 

Produziert wird direkt in Berlin und in Polen.


© PR, Woodlike Ocean

Woodlike Ocean

Das Gründerduo Sonja und Mauricio Palma hinter Woodlike Ocean aus Hamburg versteht es, gut sitzende Swimwear zu entwerfen. Auch bei Woodlike Ocean geht es um guten Halt bei Aktivitäten im Wasser. Ein besonderes Highlight: Einige der Teile können beidseitig getragen werden. So bekommt man zu einem Bikini oder Badeanzug quasi einen zweiten. 

Für die Bademodenlinie setzt Woodlike Ocean auf einen Materialmix aus ECONYL® und Elsatan. Produziert wird in einem Familienbetrieb in der Türkei. Außerdem ist das Label Mitglied bei 1% For The Planet und spendet so mit jedem Verkauf an die Organisation Healthy Seas.

Margaret & Hermione

Von dem Wiener Label Margaret & Hermione sind wir schon lange Fans. Gründerin Barbara Gölles setzt auf eine authentische und diverse Kommunikation und bricht in ihren Kampagnen durchaus mit gängigen Tabus. Dabei entwirft sie neben Sportswear auch sehr farbenfrohe nachhaltige Bademode, die ein echter Hingucker ist. Ein weiteres Plus: Margaret & Hermione bietet ausgewählte Bademode bis Größe 48 an.

Gefertigt wird in Kroatien in einer auf Swim- und Sportswear spezialisierten Manufaktur und seit 2022 ebenfalls in Portugal. Dafür verwendet das Label Materialien wie recyceltes Polyamid.

Pura Clothing

Pura Clothing aus der Schweiz produziert in Italien und Portugal nachhaltige Swimwear aus biobasierten oder recycelten Stoffen. Die verschiedenen Schnitte und Designs sind inspiriert von der Schweizer Klarheit und Strukturiertheit, kombiniert mit Eindrücken von verschiedenen Reisen durch den südamerikanischen Kontinent und hawaiianischem Flair. Das Ergebnis: schlichte, zeitlose Bikinis und Badeanzüge in dezenten Farben. 

Das Label bietet auch nachhaltige Bademode für Männer an.



Halla Halla

Das sympathische Swimwear Brand Halla Halla aus Helsinki, Finnland setzt auf poppige und auffällige Looks. Ihre Kommunikation ist entsprechend wild, divers und vermittelt instant gute Laune. Gefertigt wird auf Bali – in einer Fabrik, die sie nach eigenen Angaben regelmäßig besuchen. Auch Halla Halla setzt auf ECONYL®.

Jungle

Die niederländische Brand Jungl von Anouschka und Natascha Hendriks stellt nachhaltige Swimwear her, ergänzt durch ein ausgewähltes Sortiment an sommerlicher Kleidung. Die Bikinis und Badeanzüge setzen auf zeitlose Schnitte und überwiegend gedeckte Farben aus ECONYL®. Jungl produziert in Betrieben in den Niederlanden und Portugal. 

 

Titelbild: Collage  © PR, Strandkult / PR, Boochen / PR, Jungl / PR, Mymarini, Foto: Christin Schwarzer / PR, Jungl / PR, Oy Surf Apparel / PR, Halla Halla

Dieser Artikel wurde erstmalig 2022 veröffentlicht. Aktualisierung 2023.

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2 Antworten auf „Nachhaltige Swimwear: Fair-Fashion-Bademode für den Sommer“

Das ist ja echt mal eine Riesen Auswahl an nachhaltigen Badesachen, die es so vor ein paar Jahren noch nicht gab. Eines meiner Liebelingslabel fehlt allerdings in der Aufzähhlung: Frija Omina https://www.frija-omina.com/ Die haben auch tolle Unterwäsche und produzieren in der Prignitz.

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